Peru will Yale-Universität verklagen

9. Dezember 2005, 16:08
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Streitgegenstand: Fast 5.000 Inka-Gegenstände aus den Ruinen von Machu Picchu

Lima - Peru will die amerikanische Yale-Universität verklagen, um Jahrhunderte alte Gegenstände aus der Inka-Zeit zurückzubekommen. Es gehe um fast 5.000 Gegenstände aus den Ruinen von Machu Picchu, die der Universität nach den Ausgrabungen in den Jahren 1911 bis 1914 für einen befristeten Zeitraum überlassen worden seien, sagte der Leiter des Nationalen Kulturinstituts, Luis Guillermo Lumbreras, am Mittwoch in Lima. "Theoretisch hätten sie nach dem 27. Jänner 1916 wieder zurückgegeben werden sollen", erklärte Lumbreras.

Demnächst stehe der 100. Jahrestag der Ausgrabungen von Machu Picchu an, und "wir glauben, es ist Zeit, die Sammlung zurückzugeben", erklärte Lumbreras. Das Außenministerium bereite eine entsprechende Klage vor. Einen genauen Termin für die Klageerhebung nannte Lumbreras nicht. David Bingham, der Enkel des Forschers Hiram Bingham, der die Gegenstände entdeckt hatte - darunter Keramiken und Knochen -, schlug dagegen einen Kompromiss vor. Es gebe genügend Ausgrabungsgegenstände für Ausstellungen in beiden Ländern. (APA/AP)

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