Kohlendioxid könnte in tiefen Erdschichten gespeichert werden

1. Dezember 2005, 12:40
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UNO schlägt Nutzung von Hohlräumen wie leere Öl- und Gaslager vor

Montréal - Kohlendioxid aus Kraftwerken und Fabriken kann nach einem Bericht des UNO-Klimarates in tiefen Erdschichten gespeichert werden. Dabei soll das Treibhausgas aus den Abgasen abgefangen und in unterirdische Hohlräume wie leere Öl- und Gaslager gepumpt werden. Mit dieser so genannten Kohlendioxid-Sequestierung sei jedoch frühestens erst in etwa 30 Jahren im größeren Umfang zu rechnen, teilte der wissenschaftliche UNO-Klimarat (IPCC) am Mittwoch (Ortszeit) auf der Welt-Klimakonferenz in Montréal mit.

Es sei sehr wahrscheinlich, dass das Kohlendioxid innerhalb von 100 Jahren zu 99 Prozent in den unterirdischen Speichern erhalten bleibe, sagte Wolfgang Heidug vom Ölkonzern Shell auf der IPCC-Pressekonferenz in Montréal. Wahrscheinlich bleibe es sogar innerhalb von 1000 Jahren zu 99 Prozent erhalten.

Je nach künftigen Kosten für eine Tonne Kohlendioxid-Ausstoß und der Weiterentwicklung von alternativen Energien kann sich die Speicherung in tiefen Erdschichten lohnen. Voraussetzung ist allerdings ein politischer Druck zur Treibhausgas-Reduktion, wie er etwa vom Kyoto-Protokoll ausgeht. Keine Lösung - da sind sich die meisten Experten einig - ist die Kohlendioxid-Speicherung am Meeresboden, weil die Folgen noch nicht absehbar sind. (APA/dpa)

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