18. Europäischer Filmpreis

3. Dezember 2005, 22:08
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Sieben Nominierungen für Hanekes "Caché" - Glawoggers "Workingman's Death" in der Doku-Kategorie

Berlin - Mit sieben Nominierungen für "Caché" ist Michael Haneke der Favorit im Rennen um den Europäischen Filmpreis, der am Samstag verliehen wird. In der Sparte Dokumentarfilm ist mit Michael Glawogger ("Workingman's Death") ein weiterer Österreicher nominiert. Die Preisstatuen werden im Rahmen einer Gala in der "Arena" in Berlin-Treptow vergeben. Geladen sind 1200 Gäste, darunter viel Prominenz. Angekündigt sind, neben den Nominierten, etwa Jean-Jacques Annaud oder Volker Schlöndorff, die Schauspielerinnen Brenda Blethyn, Sandrine Bonnaire, Anna Galiena, Hannelore Elsner oder Hanna Schygulla.

Die Allround-Favoriten

"Caché" ist in den Kategorien "Europäischer Film", "European Director" (Haneke), "European Actress" (Juliette Binoche), "European Actor" (Daniel Auteuil), "European Screenwriter" (Haneke), "European Cinematographer" (Christian Berger) sowie "European Editor" (Michael Hudecek & Nadine Muse) nominiert. In der Anzahl der Nominierungen kamen drei Filme "Caché" am nächsten: "Don't come knocking", "My Summer Of Love" und "Un long dimanche de fiancailles" erreichten je vier Nominierungen.

Film und Regie

Hanekes Konkurrenten im Rennen um den besten europäischen Film sind "Brothers" von Susanne Bier, "Don't come knocking" von Wim Wenders, "L'Enfant" der Brüder Dardenne, "My Summer Of Love" von Pawel Pawlikowski sowie "Sophie Scholl - Die letzten Tage" von Marc Rothemund.

Bier, Pawlikowski und Wenders sind wie Haneke (und neben Roberto Faenza für "Alla luce del sole", Alex de la Iglesia für "Crimen ferpecto" und Cristi Puiu für "The Death of Mr. Lazarescu") auch in der Regie-Kategorie nominiert.

Darstellerinnen und Darsteller

Bei den Schauspielerinnen muss Binoche gegen Sandra Ceccarelli ("La vita che vorrei"), Julia Jentsch ("Sophie Scholl"), Connie Nielsen ("Brothers"), Natalie Press ("My Summer of Love") sowie Audrey Tautou ("Un long dimanche de fiançailles") antreten.

Bei den Schauspielern konkurriert Auteuil mit Romain Duris ("De battre mon coeur s'est arrêté"), Henry Hübchen ("Alles auf Zucker", Ulrich Matthes ("Der neunte Tag"), Jérémie Renier ("L'enfant") sowie Ulrich Thomsen ("Brothers").

Drehbuch und Nachwuchs

In der Drehbuch-Kategorie ist neben "Cache" unter anderem "Paradise now", "The Death of Mr. Lazarescu" und "Alles auf Zucker" nominiert. Prämiert wird außerdem die beste Filmmusik und Ausstattung.

Um den "Fassbinder Award" für den besten ersten oder zweiten Film rittern sieben junge Filmschaffende aus Frankreich, Italien, Norwegen, Dänemark, Portugal, Polen sowie Russland.

Connerys Lebenswerk und weiteres

Zudem gibt es weitere Preise von verschiedenen Sponsoren, sowie den "Preis der Filmkritik" (Prix Fipresci) und einen Publikumspreis.

Vergeben werden zudem ein Kurzfilmpreis, ein Preis für den Besten Nicht-Europäischen Film, für den etwa Jim Jarmusch, Ang Lee oder George Clooney nominiert sind, sowie ein Preis für ein Lebenswerk, der diesmal an Sir Sean Connery geht.

Moderiert wird die Preisverleihung vom deutschen Schauspieler Heino Ferch. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung vom Flämischen Radiosymphonieorchester unter Dirk Brossé. Bereits am Freitag findet in der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz das Filmmusikkonzert "The Music of the Image - European Film Composers in Concert", ebenfalls mit dem Flämischen Radiosymphonieorchester, statt. Ehrengast des Konzerts ist der französische Komponist und mehrfache Oscar-Preisträger Maurice Jarre, der am Samstag mit dem "European Achievement in World Cinema" ausgezeichnet wird. (APA/sda)

  • Eindrücklich und filmsprachlich innoviativ: Michael Glawoggers "Working,ans Death"
    foto: filmladen

    Eindrücklich und filmsprachlich innoviativ: Michael Glawoggers "Working,ans Death"

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