Mehrheit misstraut derzeitiger Verkehrspolitik

2. Dezember 2005, 09:00
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ÖsterreicherInnen sehen keine klare Linie - Strategien scheinen hauptsächlich auf Strafen fixiert

Klagenfurt - 62 Prozent der ÖsterreicherInnen sehen keine klare Linie in der Verkehrspolitik der Bundesregierung. Zu diesem Ergebnis kommt das Klagenfurter Humaninstitut, das im Zuge der aktuellen Diskussion um eine Erhöhung des Tempolimits auf heimischen Autobahnen 980 Personen zu diesem Thema befragt hat. Demnach vertrauen nur 23 Prozent der derzeitigen Vorgangsweise, 15 Prozent wollten sich nicht festlegen.

Einen wahren Ansatzpunkt, um die Verkehrssicherheit fundamental zu verbessern, orten die Befragten weit weg von der politischen Linie: So forderten 48 Prozent eine Verbesserung in der "Mobilitätserziehung". 32 Prozent spielen den Ball weiter an die Autoindustrie, die ihrer Meinung nach für bessere Sicherheitslösungen sorgen sollte. Lediglich 20 Prozent vertrauen der aktuellen Verkehrssicherheitspolitik.

Restriktiv sehen die Österreicher die derzeitigen Strategien des Verkehrsministeriums: Demnach glauben 83 Prozent der Interviewten, man sei hauptsächlich "auf Strafen fixiert", einen "technisch organisierten" Sicherheitsschwerpunkt wollten 71 Prozent ausmachen. Schwerpunktaktionen zu den Themen Risiko-Typ und Mobilität erkannten bei der Umfrage nur 52 bzw. 37 Prozent.(APA)

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