Verkauf von "Berliner Zeitung" perfekt

7. Dezember 2005, 11:27
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Investoren habe Übernahme vollzogen

Der umstrittene Verkauf der "Berliner Zeitung" ist perfekt. Die Investorengruppe um den Briten David Montgomery habe am Donnerstag die Übernahme des Berliner Verlags ("Berliner Zeitung, "Berliner Kurier", "tip") vollzogen, teilten die Firmen Veronis Suhler Stevenson und Montgomerys Mecom Group in Berlin mit. Der Verlag sei von der eigens dafür gegründeten BV Deutschen Zeitungsholding übernommen worden.

Das deutsche Kartellamt hatte am 25. November die Genehmigung für die Übernahme vom Stuttgarter Medienhaus Georg von Holtzbrinck erteilt.

Dem neuen Aufsichtsgremium gehören neben Vertretern der britisch-amerikanischen Investoren unter Leitung von Montgomery auch der frühere Gruner+Jahr-Vorstandsvorsitzende Gerd Schulte-Hillen als Stellvertreter an. Montgomery sagte, nun würden die Weichen für "eine noch erfolgreichere Zukunft des Unternehmens" gestellt.

Ende Oktober hatte Holtzbrinck den Verkauf des Berliner Verlages angekündigt und damit für Schlagzeilen gesorgt. Bis dahin waren deutsche Zeitungen vor allem unter Verlagshäusern verkauft worden. Kritiker befürchten, dass unter den neuen Besitzern Arbeitsplätze und journalistische Qualität auf der Strecke bleiben. Die "Berliner Zeitung" hat eine Auflage von rund 180.000 Exemplaren. (APA)

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