Gorbach: Reaktionen sind "Parteipolitik"

1. Dezember 2005, 18:41
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Intention nicht die unkontrollierte Tempo-Freigabe, sondern eine Flexibilisierung nach Witterungs- und Verkehrsverhältnissen

Wien - Verkehrsminister Hubert Gorbach wies am Donnerstag erneut die Kritik an seinem Konzept einer "Tempo 160"-Teststrecke in Kärnten zurück. Die Intention dahinter sei nicht die unkontrollierte Freigabe von bestimmten Autobahnabschnitten gewesen, sondern "durch die Flexibilisierung einen Umdenkprozess im Fahrverhalten hin zum verantwortungsbewussten Fahrzeuglenker zu initiieren."

Abgesehen davon, dass es an der Zeit sei, "dass der technische Fortschritt, wie zum Beispiel elektronische Geschwindigkeitsanzeigen, auch in der Verkehrstelematik Einzug hält, stellt sich mir die Frage, wieso man Geschwindigkeitsbeschränkungen denn nicht flexibel den Witterungs- und Verkehrsverhältnissen anpassen sollte", so Gorbach. Die negativen Reaktionen würden "auf reiner Parteipolitik beruhen, deshalb seien die so genannten Interessensvertretungen auch nicht schlüssiger Argumentation zugänglich".

Vernünftig eingesetztes Tempo

"Überreglementierungen haben in der Vergangenheit zu einer Abstumpfung gegenüber einzelnen Beschränkungen geführt, weil oft der Sinn nicht mehr erkannt bzw. nachvollzogen wurde", meinte der Vizekanzler. Vernünftig eingesetztes Tempo 160 würde daher dazu beitragen, dem Autofahrer zu ermöglichen, unter optimalen Bedingungen wie klarer Sicht, breiter Fahrbahn und wenig Verkehr eine höhere Geschwindigkeit zu fahren. (APA)

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    Verkehrsminister Hubert Gorbach wil Tempo für verantwortungsbewusste Fahrzeuglenker

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