Mutter Erde, trage mich

31. März 2006, 20:09
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Uber die Kraft der Gedanken und das außergewöhnliche Leben einer Bestseller-Autorin

"Durch die Kraft unserer Gedanken haben wir die Möglichkeit, Ereignisse in unserem Leben zu beeinflussen. Gedanken sind die geistigen Ursachen für alle Wirkungen unseres Lebens." (Gila van Delden)

Immer war Gila van Delden der Meinung gewesen, dass man/frau in seinem/ihrem Leben auf Zeichen achten solle. Diese Überzeugung gerät gehörig ins Wanken, als sie nach nur sechs Monaten mit Sack und Pack und drei Kindern vom neuen Familienleben in Kanada nach gescheiterter Ehe nach Deutschland zurückkehrt. Was jetzt? Kein Haus, kein Job, kein Mann, kein Geld und viele Sorgen am Hals. Doch schon nach kurzer Zeit nehmen die Dinge eine positive Wendung...

In ihrem Buch "Mutter Erde, trage mich" liefert Bestseller-Autorin Gila van Delden nach "Nicht heulen, Husky!" die Fortsetzung ihres Erfahrungsberichtes über ihr turbulentes Leben. In der Ich-Form geschrieben, liest es sich wie eine Mischung aus Tagebuch, Lebensratgeber und Taschenbuch-Roman, aber mit Tiefe und ohne abzuheben. Im Mittelpunkt all ihrer Schilderungen stehen van Deldens erstaunliche Erfahrungen mit der Kraft der Gedanken, mit Affirmationen und Visualisierung, mit positiver Lebenseinstellung und was sie bewirken kann. Ihre Erfahrungen gibt sie heute auch in eigenen Seminaren weiter.

Lebe lieber ungewöhnlich

Ihr Lebenslauf ist so bunt wie eine Gemischtwarenhandlung - Skurriles, Amüsantes, Berührendes: Aus Liebe zweimal nach Kanada. Dann kompletter Neuanfang. Alltag als alleinerziehende Mutter und die Sehnsucht nach einem Lebenspartner. Was sie sich vornimmt, scheint zu gelingen – dank ihrem Vertrauen in das Leben und sich selbst: Da ist das schöne geräumige Haus, das sie ohne eigenes Geld für sich und ihre Kinder ersteigert. Da ist die dringend gesuchte Lehrstelle für den Sohn, die plötzlich frei wird. Da ist ihr erstes Buch, das niemand veröffentlichen will, weshalb sie ihren eigenen Verlag gründet - und den ersten Bestseller herausbringt. Zufall oder Schicksal? Oder wirklich nur Wunschdenken?

Es sind aber nicht so sehr die ungewöhnlichen Ereignisse, die zum (Weiter-)Lesen animieren (und schon gar nicht der seichte Klappentext, der das Buch wie einen Dreigroschenroman präsentiert). Was das Buch lesenswert macht ist vielmehr der Ausflug in Gila van Deldens Gedankenwelt, mitzuverfolgen, wie und mit welchen Mitteln sie schwierige Situationen meistert, und welche Erfolge sie dank ihrer positiven Lebenseinstellung erzielt. Esoterisch angehaucht, aber faszinierend. Kann Lust machen zum Nachmachen - auch offengeistigen SkeptikerInnen. (isa)

Gila van Delden:
Mutter Erde, trage mich
Heyne, München 2003
304 S., 9,20 Euro
ISBN 3-453-86475-1

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    cover: bertelsmann
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