Talabani für Befreiung deutscher Geisel

2. Dezember 2005, 15:40
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"Ich verabscheue diesen terroristischen Akt zutiefst"

Osnabrück - Der irakische Präsident Jalal Talabani hat die Entführung der deutschen Archäologin Susanne Osthoff scharf verurteilt und will sich persönlich für ihre Befreiung einsetzen. "Ich verabscheue diesen terroristischen Akt zutiefst und möchte mein tiefes Mitgefühl und meine Solidarität mit der Familie und den Angehörigen der Entführten zum Ausdruck bringen", sagte Talabani der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Er wolle alles versuchen, um das Leben der Geisel zu retten.

"Wir wollen so schnell wie möglich herausfinden, wo sie sich aufhält, um sie aus der Gewalt der Extremisten zu befreien", betonte der Präsident. Die abscheuliche Tat zeige das wahre Gesicht des Terrors: Deutschland habe weder am Krieg teilgenommen noch handle es sich bei der Geisel um eine Militärangehörige. Die Extremisten wollten nur den Wiederaufbau und den Demokratisierungsprozess im Irak zerstören.

Nach Talabanis Einschätzung braucht sein Land die internationale Unterstützung beim Aufbau der Sicherheitskräfte, um derartige Taten zu verhindern. "Wir werden mit der deutschen Regierung in jeder erdenklichen Form zusammenarbeiten, um Susanne Osthoff aus der Geiselhaft zu befreien", sagte Talabani. (APA/AP)

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