Edlinger schließt Pucher aus

4. Dezember 2005, 17:38
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Rapid-Präsident: "Ligachef darf weder Präsident noch Mäzen eines bestimmten Vereins sein"

Wien - Ob es am Freitagabend nach der Hauptversammlung im Technischen Museum einen neuen Bundesliga-Boss geben wird, wissen die Präsidenten der 20 wesentlichsten österreichischen Fußballklubs (zehn T-Mobile und zehn Red Zac) noch nicht so genau. Kann, muss aber nicht sein. Auf Frank Stronach, der die Gründe für den Rücktritt seinen Ex-Schäfchen darlegen wird, könnte Mattersburg-Obmann Martin Pucher folgen. Angeblich soll er das Amt auch anstreben, die Austria hätte nichts dagegen. Mindestens ebenso angeblich könnte es aber Rudolf Streicher werden. Rapid-Präsident Rudolf Edlinger schließt jedenfalls Ex-Kanzler Franz Vranitzky als Stronachs Erben definitiv aus. "Glauben Sie mir, ich kenne ihn wirklich gut, er macht das sicher nicht."

Rapid wird laut Edlinger gegen Pucher stimmen. "Was die anderen tun, weiß ich nicht. Ich schätze ihn persönlich. Aber der Ligachef darf weder Präsident noch Mäzen eines bestimmten Vereins sein. Das ist mit dem Amt unvereinbar. Er muss unabhängig und neutral sein. Ich werde versuchen, die anderen davon zu überzeugen."

Gegen Streicher hätte er, Edlinger, nichts einzuwenden. Vorstellbar sei, "dass Pucher als Stronachs erster Vizepräsident automatisch nachrückt und den Laden interimistisch bis zu einer außerordentlichen Generalversammlung im Jänner führt." (DER STANDARD, Printausgabe, Donnerstag, 1. Dezember 2005, hac)

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