Japanische Prinzen sprechen kaum mehr miteinander

5. Dezember 2005, 16:08
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Nachdem Prinzessin Masako an Depressionen erkrankt ist, ist die Beziehung der Brüder abgekühlt

Tokio - Der japanische Prinz Akishino spricht eigenen Angaben zufolge fast gar nicht mit seinem älteren Bruder, dem Kronprinzen Naruhito. "Was die Kommunikation angeht, besuchen wir den Haushalt des Kronprinzen von unserer Seite aus nicht aktiv", sagte Akishino in Tokio bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seiner Frau Kiko anlässlich seines 40. Geburtstages.

Grund sei der "wechselnde Zustand" von Naruhitos Frau Masako, der es "mal gut, mal schlecht" gehe. Gleichzeitig fügte Akishino hinzu, er und seine Frau würden Naruhito und Aiko besuchen, wenn diese sie darum bitten würden.

Akishinos Bemerkungen ließen Spekulationen über Spannungen innerhalb der kaiserlichen Familie und eine Isolierung des Kronprinzenpaars wieder aufflammen. Vor genau einem Jahr hatte Akishino seinen älteren Bruder bereits in einem beispiellosen Affront angegriffen und für Äußerungen kritisiert, in denen Naruhito dem starren Hofprotokoll indirekt die Schuld an den psychischen und gesundheitlichen Problemen seiner Frau Masako gab.

Die ehemalige Topdiplomatin leidet seit Jahren an Depressionen. Sie war nach ihrer Heirat vor elf Jahren unter Druck geraten, einen männlichen Thronfolger zu gebären. Nach einer Fehlgeburt 1999 brachte sie im Dezember 2001 ihre Tochter Aiko zur Welt. (APA)

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    Prinzessin Kiko, Prinz Akishino, Kronprizessin Masako und Kronprinz Naruhito (vo links nach rechts)

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