US-Firma schönt Medienberichte im Irak

1. Dezember 2005, 15:46
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Meldungen werden angeblich vom US-Militär selbst verfasst - Artikel sollen positives Bild der USA zeichnen

Washington - Das US-Militär platziert nach Informationen der "Los Angeles Times" angeblich heimlich schön gefärbte Berichte über die Lage im Irak in dortigen Zeitungen. Wie das Blatt am Mittwoch meldete, werden die Beiträge von einer speziellen Gruppe von US-Soldaten selbst verfasst und die irakischen Medien zum Teil für die Veröffentlichung bezahlt. Häufig wüssten die Zeitungen aber nicht, wie die Artikel zu Stande kamen. Das Verfahren sei Teil einer "Informationsoffensive", berichtete das Blatt weiters.

Private Firma verantwortlich

Der "Los Angeles Times" zufolge hat das Pentagon eine private Firma aus Washington namens "Lincoln Group" angeheuert, um die Beiträge aus der Feder der US-Soldaten zu übersetzen und anschließend auf den irakischen Medienmarkt zu bringen. Einige der Zeitungen hätten die Artikel ungekürzt und ohne Hinweis auf ihre Herkunft veröffentlicht. Mit Überschriften wie "Iraker halten Terrorismus für menschenverachtend" und "Mehr Geld für irakischen Wiederaufbau" soll der "Los Angeles Times" zufolge ein positives Bild der USA gezeichnet werden. (APA/dpa)

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