Zweites Training in Beaver Creek abgesagt

1. Dezember 2005, 19:35
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Rennfahrer wegen anhaltend schlechter Wetterbedingungen zum Kartenspielen verdammt

Beaver Creek - Wie befürchtet ist das zweite und letzte Training für die Weltcup-Abfahrt der Herren in Beaver Creek am Mittwoch dem Schlechtwetter zum Opfer gefallen. Neuschnee bis zu 30 Zentimeter sowie sehr starker Sturm im oberen Teil erforderten die Absage. "Wir konnten am Morgen nicht einmal auf die Piste, weil wegen des Windes die Lifte nicht gelaufen sind", erklärte FIS-Renndirektor Günther Hujara.

Durch die Absage des als Quali-Training deklarierten Laufes gehen die Top-30 am Freitag in gestürzter Weltranglisten-Platzierung an den Start der Abfahrt. Gleich läuft es bekanntlich im Super G am Donnerstag, der trotz des Schlechtwetters wie geplant um 11.00 Uhr Ortszeit (19.00 MEZ) stattfinden soll. Wegen der Trainings-Absage konnten am Mittwoch die Arbeiter und die Pistengeräte schon nach Mittag auf die Strecke. "Wir müssen die Piste ja für die kommenden vier Tage herrichten", so Hujara,

Hujara war zuversichtlich, dass trotz der Umstände alles nach Plan klappt und die vier Rennen von Donnerstag bis Sonntag zu den geplanten Startzeiten über die Bühne gehen werden. "Wir haben mit den Arbeiten bewusst gewartet, bis der ganz große Schneefall vorbei war, dadurch konnten dann alle konzentriert los legen", meinte Hujara. Das Wetter soll zumindest am Donnerstag etwas besser sein, dann droht aber eine neuerliche Schlechtwetterfront.

Schlechtwetterprogramm

Die ÖSV-Fahrer absolvierten nach dem Ausfall des Trainings ihr übliches Schlechtwetterprogramm, Skifahren war wegen der stürmischen Bedingungen nur eingeschränkt möglich. "Einkaufen oder Karten spielen", hatte Lake-Louise-Sieger Fritz Strobl schon am Tag vorher die Parole für den Ausfall des Trainings ausgegeben.

Die Mittwoch-Absage bedeutet, das Benjamin Raich am Freitag mit einer ganz frühen Startnummer in die Abfahrt gehen muss, Michael Walchhofer als Führender in der Weltrangliste aber mit Nummer 30 und damit als einer der Letzten aus dem Favoritenkreis. (APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Schlechte Sicht in Beaver Creek.

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