Vorarlberg setzt Pragmatisierung von Landeslehrern aus

22. März 2006, 12:28
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Vorläufig für ein Jahr - Landesrat Stemer: "Müssen uns Handlungsspielräume für den Einsatz von Lehrern offen halten"

Bregenz - Das Land Vorarlberg setzt die Pragmatisierung von Landeslehrern vorläufig für ein Jahr aus. Grund dafür ist der Schülerrückgang und der damit verbundene geringere Bedarf an Lehrern, teilte Schul-Landesrat Siegi Stemer (V)in einer Aussendung der Landes-Korrespondenz mit. "Wir müssen uns Handlungsspielräume für den Einsatz von Lehrpersonen offen halten", so Stemer.

Vorläufig sind 80 bis 100 Lehrer vom Pragmatisierungsstopp betroffen. In einem Jahr wird laut Stemer mit der Personalvertretung die weitere Vorgangsweise beraten.

"Schulfeste Stellen nicht zeitgemäß"

Pragmatisierte Lehrpersonen können um "schulfeste Stellen" ansuchen und sind nicht mehr versetzbar. Nach Stemers Ansicht ist das nicht mehr zeitgemäß. Der zu erwartende Schüler- und damit verbundene Klassenrückgang sowie nur eine geringe Zahl von Pensionierungen in den nächsten Jahren könnten dazu führen, dass Lehrerversetzungen und Neueinstellungen kaum mehr möglich wären. "Das engt unseren Handlungsspielraum ein und könnte in Zukunft ein Nachteil für unsere Schüler sein", betonte Stemer. (APA)

  • Schul-Landesrat Siegi Stemer (V) ist für die Aussetzung der Pragmatisierung von Landeslehrern in Vorarlberg.
    foto: standard/cremer

    Schul-Landesrat Siegi Stemer (V) ist für die Aussetzung der Pragmatisierung von Landeslehrern in Vorarlberg.

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