"Operation Spring" zum Max Ophüls Film Festival geladen

6. Dezember 2005, 21:07
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Angelika Schusters und Tristan Sindelgrubers Dokumentation zum "Großen Lauschangriffs" von 1999 startet in der Reihe Spektrum

Wien/Saarbrücken - Die zuletzt mit dem Wiener Filmpreis prämierte Dokumentation "Operation Spring" von Angelika Schuster und Tristan Sindelgruber ist zum Saarbrücker Filmfestival Max Ophüls Preis (23. - 29.1.) eingeladen. Der Streifen läuft in der Reihe Spektrum, teilen die Filmemacher in einer Aussendung mit. Im Wettbewerb ist Österreich zudem durch Eva Urthalers Spielfilmdebüt "Keller" vertreten. Aktuell läuft "Operation Spring" auch auf der Schweizer Filmwoche "sousdoku. Freier Film Aarau" (24.-30.11.).

"Großer Lauschangriffs" von 1999

"Operation Spring" handelt von einer österreichweiten Drogenrazzia, bei der 1999 im Zuge des erstmals von der Polizei eingesetzten "Großen Lauschangriffs" 100 Afrikaner verhaftet und fast ausnahmslos verurteilt wurden. Die Doku stellt die Frage, ob die Angeklagten eine Chance auf ein faires Verfahren hatten und zeigt das Bild einer unkritischen Justiz. In Österreich hat der Film in seiner zehnten Kinowoche bereits knapp 10.000 Besucher angezogen und für mediale und politische Diskussionen gesorgt.

So forderten SOS Mitmensch, SPÖ und Grüne, die Verfahren neu aufzurollen. Ein Urteilsspruch im letzten noch offenen Prozess wird für 29. Dezember erwartet. (APA)

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    foto: stadtkino
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