Teuerung in Euro-Zone bleibt hoch

8. Dezember 2005, 18:36
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Die jährliche Inflationsrate blieb im November wegen gestiegener Öl- und Benzinpreise auf hohem Niveau bei 2,4 Prozent nach 2,5 Prozent im Oktober

Luxemburg - Die Teuerung in der Euro-Zone bleibt wegen gestiegener Öl- und Benzinpreise auf hohem Niveau. Die jährliche Inflationsrate betrug im November 2,4 Prozent nach 2,5 Prozent im Oktober. Das teilte die Europäische Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch in Luxemburg in einer Vorausschätzung mit. Im September hatte der Wert noch bei 2,6 Prozent gelegen.

Die jährliche Rate im Oktober liegt erneut über der Warnschwelle der Europäischen Zentralbank (EZB) von 2 Prozent. Nur bei Raten bis zu dieser Marke ist nach Auffassung der EZB Preisstabilität im gemeinsamen Währungsgebiet mit 12 Staaten gewährleistet.

Details zu den Mitgliedstaaten wird Eurostat am 16. Dezember vorlegen. Die EU-Kommission erwartet für die Euro-Zone im laufenden Jahr eine Durchschnittsrate von 2,3 Prozent, im kommenden Jahr sollen es immerhin noch 2,2 Prozent sein.

Die hohen Inflationsraten sorgen für eine politische Kontroverse in der Eurozone. Während die EZB für diesen Donnerstag wegen der hohen Raten eine Zinserhöhung in Aussicht stellt, sind die Finanzminister der Euro-Staaten dagegen. Sie befürchten, dass der beginnende Wirtschaftsaufschwung in Europa beeinträchtigt werden könnte. (APA)

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