Proteste im Marchfeld

8. Dezember 2005, 18:03
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Knapp 500 Menschen demonstrieren für den Erhalt des Standortes vom Austro Frost - Betriebsrat: "Spielchen auf Rücken der Mitarbeiter und Zulieferer" einstellen

Groß-Enzersdorf - Bei eisigen Temperaturen haben am Mittwoch auf dem Areal des insolventen Austria Frost-Werkes in Groß-Enzersdorf etwa 500 Menschen - Arbeitnehmer, ihre Vertreter, Landwirte sowie Repräsentanten der Stadtgemeinde - für den Erhalt des Standortes im Marchfeld demonstriert.

An der Kundgebung nahm u.a. auch ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch teil, der betonte, dass er die "Solidarität der Gewerkschaftsbewegung zum Ausdruck bringen" wolle.

Fortführung keinesfalls gesichert

Die Fortführung der Produktion im Marchfeld sei keinesfalls gesichert, hatte Ewald Müller, Betriebsrats-Vorsitzender der Austria Frost, in seinem Einleitungsstatement betont. Gleichzeitig verwies er auf mögliche Szenarien. Diese könnten Übernahme mit Fortführung oder aber auch Aufteilung des Unternehmens und Teilschließung von Groß-Enzersdorf bedeuten.

Gegen Zweiteres "wollen wir uns wehren". Darüber hinaus forderte er, dass die "Spielchen auf dem Rücken der Mitarbeiter und Zulieferer" eingestellt würden. Für einen Käufer des Werks müssten "vernünftige finanzielle Bedingungen" vorgelegt werden.

"Wir erwarten Arbeit für die Menschen und nicht Spekulation", sagte Verzetnitsch. "Und wir wollen Weihnachten erleben mit dem Fortbestand dieses Betriebes." (APA)

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