Rekordjahr für Österreichs Banken

8. Dezember 2005, 18:59
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Die Kreditinstitute werden das Jahr 2005 mit Reingewinn von 3,84 Milliarden Euro abschließen - um knapp ein Drittel mehr als im Vorjahr

Wien - Die in Österreich tätigen Kreditinstitute stehen vor einem Rekordjahr. Nach Berechnungen der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) werde die Banken das Jahr 2005 mit einem Rekord-Jahresüberschuss von 3,84 Mrd. Euro abschließen. Das ist um knapp ein Drittel mehr als im Vorjahr, teilt die OeNB am Mittwoch mit.

Das unkonsolidierte Betriebsergebnis der Kreditinstitute erhöhte sich laut OeNB in den ersten drei Quartalen 2005 gegenüber der Vergleichsperiode 2004 mit 16 Prozent deutlich. Der größte Anstieg wurde bei den Erträgen aus Wertpapieren und Beteiligungen beobachtet, insbesondere die Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen sind seit Jahresbeginn stark angestiegen. Darüber hinaus verbesserten sich die Provisionserträge aus dem Wertpapiergeschäft im Vergleich zum Vorjahr kräftig um 38 Prozent.

Zuwächse beim Sachaufwand

Zuwächse beim Sachaufwand um 7,8 Prozent bildeten den Hauptteil der Steigerungen bei den allgemeinen Verwaltungsaufwendungen von 4,2 Prozent. Hingegen expandierten die Personalaufwendungen nur unterdurchschnittlich um 1,9 Prozent. Der Wertberichtigungsbedarf im Kreditbereich wird zum Jahresende 2005 um 8 Prozent geringer als noch in der Vergleichsperiode 2004 erwartet.

In den ersten drei Quartalen des Jahres 2005 betrug das unkonsolidierte Betriebsergebnis der in Österreich tätigen Kreditinstitute 4,20 Mrd. Euro. Gegenüber der Vergleichsperiode 2004 bedeutet dies einen signifikanten Anstieg um 15,5 Prozent. Die Betriebserträge stiegen um 8,0 Prozent auf 11,48 Mrd. Euro an, die Betriebsaufwendungen erhöhten sich dagegen nur um 4,1 Prozent auf 7,28 Mrd. Euro. Daraus resultierend verbesserte sich die Cost-Income-Ratio deutlich um 2,4 Prozent-Punkte und betrug zum Berichtszeitpunkt 63,4 Prozent.

Nettozinsertrag unverändert

Der Nettozinsertrag betrug 5,35 Mrd. Euro und blieb im Vergleich zum Vorjahresergebnis unverändert. In den ersten drei Quartalen 2005 belief sich der Total Spread - das ist die Differenz zwischen verzinsten Aktiva und Passiva - auf 1,12 Prozent und verringerte sich gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahrs um 0,10 Prozent-Punkte. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der EZB-Zinssatzstatistik wider, die dort beobachtete Spanne über Neugeschäftszinssätze sank zwischen September 2004 und September 2005 um 0,14 Prozentpunkte, so die OeNB. (APA)

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