"Pille danach" soll rezeptfrei werden

1. Dezember 2005, 19:38
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Der Antrag muss jedoch noch vor die zuständige Kommission

Wien - Das "Pille danach" soll nun doch rezeptfrei werden. dieStandard.at hatte in einem Kommentar über die Verzögerungstaktik berichtet. Jetzt liegt ein entsprechender Antrag des Unternehmens Gerot Pharmazeutika für das Produkt "Vikela" bei der Rezeptpflichtkommission vor, der kommenden Donnerstag behandelt werden soll.

"Vikela" mit dem Hormon Levonorgestrel wurde im Jahr 2000 in Österreich zugelassen. Wird es binnen 72 Stunden nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr eingenommen, verzögert bzw. verhindert es den Eisprung der Frau.

Bereits im Jahr 2002 habe die Rezeptpflichtkommission einen Antrag behandelt, "Vikela" von der Rezeptpflicht zu befreien, sagte Prof. Dr. Robert Schlögel vom Gesundheitsministerium. Zu einer offiziellen Ablehnung kam es damals nicht, das Pharmaunternehmen stellte den Antrag nämlich ruhend.

Die Rezeptpflichtkommission tritt für gewöhnlich zwei bis drei Mal im Jahr zusammen. Ihr gehören sieben externe ExpertInnen sowie BeamtInnen des Gesundheitsministeriums an. Ob es am Donnerstag zu einer Entscheidung über "Vikela" kommt, ist noch nicht klar. Die Kommission hat nämlich die Möglichkeit, noch Gutachten einzuholen. (APA)

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