Verzögerungen bei UNO-Haushalt gefährden Gehaltszahlungen

21. Dezember 2005, 18:19
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US-Vorstoß stellt Vereinte Nationen vor große Probleme

New York - Den Vereinten Nationen könnte schon bald das Geld zur Bezahlung ihrer Mitarbeiter ausgehen. Wenn die USA die Verabschiedung des Zwei-Jahres-Haushalts weiter verzögerten, müssten die Gehaltszahlungen möglicherweise verschoben werden, sagte Warren Sach von der Finanzverwaltung der Organisation am Dienstag in New York.

Hintergrund ist der Streit um die UNO-Reform. US-Botschafter John Bolton besteht darauf, dass die Vollversammlung sich zunächst mit der Reform befassen soll, bevor das Budget 2006/07 verabschiedet wird. Um dies zu ermöglichen, hat er einen Übergangshaushalt für drei bis vier Monate vorgeschlagen. Dies würde nach Sachs Worten die UNO aber vor große Probleme stellen. Sie müsste die Beschaffung von Materialien und die Reisen reduzieren sowie Personaleinstellungen stoppen. Außerdem würden Probleme bei den Gehaltszahlungen entstehen, da 75 Prozent der UNO-Kosten Personalkosten seien.

Anders als Regierungen verfügen die Vereinten Nationen nicht über regelmäßige Steuereinnahmen. Mitgliedsbeiträge können sie erst erheben, wenn der Haushalt verabschiedet ist und die Anteile der einzelnen Staaten feststehen.

Die von UNO-Generalsekretär Kofi Annan in die Wege geleitete UNO-Reform soll die Organisation wirtschaftlich und politisch effektiver machen und die Kontrolle über die Verwendung der Finanzmittel verbessern. Zahlreiche Aspekte der Reform sind aber noch umstritten. (APA/Reuters)

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