Uniqa auf "ertragreichem Wachstumskurs"

21. Dezember 2005, 14:59
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Versicherungsgruppe erzielte Prämienplus von 27 Prozent und erhöhte Konzernergebnis auf 100 Millionen Euro - bis Mitte 2006 Einstieg in Serbien und Ukraine geplant

Wien - Die börsenotierte Uniqa-Versicherungsgruppe sieht sich nach den ersten neun Monaten d.J. auf ertragreichem Wachstumskurs. Das verrechnete Prämienvolumen des Konzerns stieg bis Ende September um 26,9 Prozent auf 3,515 Mrd. Euro, wobei außerhalb Österreichs mehr als eine Verdoppelung erreicht werden konnte, wie die Uniqa am Mittwoch ad-hoc bekannt gab.

Dass nach einem Konzern-EGT von 157,8 Mio. Euro (laut IFRS) nach neun Monaten das Konzern-EGT-Ziel für heuer auf 180 Mio. Euro angehoben wird, hatte Uniqa bereits vergangene Woche mitgeteilt. Die 180 Mio. Euro liegen um die Hälfte über dem Vorjahreswert von 120 Mio. Euro bzw. um 20 Prozent über den bisher prognostizierten 150 Mio. Euro.

Nach Steuern und nach Abzug der auf konzernfremde Gesellschafter entfallenden Anteile verblieb in den ersten drei Quartalen d.J. ein Konzernergebnis von 100,2 Mio. Euro, um 78,6 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis je Aktie kletterte damit auf 89 Cent und lag damit nach neun Monaten um 74,5 Prozent über dem Wert der Vorjahresperiode.

Am Dienstag hatten die UNIQA-Aktien an der Wiener Börse 0,34 Prozent auf 17,64 Euro verloren. UNIQA-Boss Konstantin Klien ist heute ab 10 Uhr Gast im Klub der Wirtschaftspublizisten.

Mitte 2006 Einstieg in Serbien und Ukraine

Geprüft wird nun auch offiziell einen Einstieg in der Ukraine und in Serbien. Der Uniqa-Aufsichtsrat habe die Aufnahme der Geschäftstätigkeit in den beiden Ländern genehmigt, teilte das Unternehmen heute, Mittwoch, ad hoc mit. "Ich gehe davon aus, dass Uniqa spätestens Mitte 2006 in beiden Ländern in der einen oder anderen Art vertreten sein wird", sagte Vorstandschef Konstantin Klien laut Aussendung.

Klien: "Mit der Entscheidung des Aufsichtsrates sind die beiden Märkte nun offiziell Zielländer des Uniqa-Konzerns. Welche Einstiegsoptionen wir im jeweiligen Markt wählen werden, entscheidet sich erst in den nächsten Wochen bis Monaten." Mit dem Eintritt in die beiden Länder werde das Ost- und Südosteuropaengagement der UNIQA-Gruppe abgerundet und erweitert. "In beiden Ländern sehen wir neben dem wirtschaftlichen Potenzial eine stark beschleunigte Annäherung an EU-Standards", so der UNIQA-Chef. "Der Einstieg in Serbien und Montenegro ergänzt unsere Aktivitäten in Bosnien und Herzegowina sowie Kroatien. Die Ukraine wiederum bildet einen weiteren logischen Baustein, nachdem wir seit heuer auch in Bulgarien und Rumänien vertreten sind."

Im ost- und südosteuropäischen Raum ist Uniqa bereits in Polen, Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Kroatien, Slowenien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien und Rumänien aktiv. In Westeuropa ist UNIQA neben dem Heimatmarkt Österreich auch in Deutschland, Liechtenstein, der Schweiz und Italien mit Konzerngesellschaften vertreten. (APA)

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