Sgrena: "Auch USA-kritische Haltung biete keinen Schutz"

2. Dezember 2005, 12:52
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Journalistin sieht alle Ausländer im Irak in Gefahr

Hannover - Die italienische Journalistin Giuliana Sgrena sieht zurzeit alle Ausländer im Irak in höchster Gefahr. Auch eine kritische Haltung zur Irak-Politik der USA biete keinen Schutz, sagte Sgrena in einem Interview der "Neuen Presse" (Mittwoch) aus Hannover. Sie war im Februar selbst Opfer einer Geiselnahme im Irak.

"Meine Entführer sagten mir, dass sie keinerlei Unterschiede machen zwischen Militärs, Journalisten oder auch humanitär Tätigen", sagte Sgrena. Ihre Entführer hätten gesagt: "Wenn du den Fuß in den Irak setzt, bist du im Krieg mit drin."

Am Dienstag war bekannt geworden, dass die 43-jährige deutsche Archäologin Susanne Osthoff und ihr Fahrer seit Freitag in der Gewalt unbekannter Täter sind. Es ist die erste Entführung eines deutschen Staatsbürgers im Irak. (APA/AP)

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