CIA-Chef: USA foltern nicht

6. Dezember 2005, 15:31
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Porter Goss: Wissen mehr über Bin Laden und Zarqawi, als wir sagen - Geheime Gefängnisse nicht dementiert

Washington - Der US-Geheimdienst CIA hat nach den Worten seines Direktors Porter Goss mehr Kenntnisse über die gesuchten Top-Terroristen, als er die Öffentlichkeit wissen lässt. "Ich möchte nicht in die Tiefe und Details gehen, aber wir wissen eine ganze Menge mehr über Bin Laden und Zarqawi und Zawahiri, als wir es der Öffentlichkeit sagen können", betonte Goss in einem am Dienstag ausgestrahlten Interview des Senders ABC mit Bezug auf die drei meistgesuchten Terroristen. "Ich versichere Ihnen, dass wir uns stark bemühen herauszufinden, wo sie stecken."

Al-Kaida-Chef Osama bin Laden, dessen Vize Ayman al-Zawahiri und der Anführer der Al Kaida im Irak, Abu Musab al-Zarkawi, werden von den USA bereits seit Jahren mit Kopfgeldern von jeweils 25 Millionen Dollar (21,2 Mio. Euro) gesucht.

Geheimgefängnisse nicht dementiert

Goss äußerte sich auch zu Berichten über geheime CIA-Gefängnisse in Europa, wobei er deren Existenz nicht dementiert hat. "Wir befinden uns in einem Krieg gegen den Terrorismus, und wir machen ganz gute Fortschritte", sagte Goss. "Unausweichlich fassen wir Terroristen, unausweichlich werden sie rechtmäßigen Prozeduren unterworfen (...) und ausweichlich erfolgt das alles entsprechend den Gesetzen und Schutzvorschriften, die unser Land bietet."

Goss bekräftigte, dass die USA nicht folterten, aber er wollte zugleich nicht ausschließen, dass spezielle Methoden angewendet würden, um mutmaßliche Terroristen zum Sprechen zu bringen. "Was wir tun, das habe ich schon viele Male gesagt, ist professionell, ist gesetzlich, bringt gute Ergebnisse, und es ist nicht Folter", unterstrich der CIA-Direktor. (APA/dpa)

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