24. Runde: Villach knackt Capitals-Abwehrriegel

2. Dezember 2005, 23:00
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Alle Tore der Kärntner beim 3:1 in den letz­ten vier Minuten - Tabellenführer Innsbruck unterliegt Linz - Salzburg dominiert KAC

Wien - Im Duell um Platz zwei in der Erste Bank Eishockey Liga hat der Villacher SV am Dienstagabend den geplanten Heimerfolg realisiert: Dank drei Toren im Finish siegte der VSV noch 3:1 über Meister Vienna Capitals, der damit von Rang drei auf fünf zurückfiel. Die Red Bulls Salzburg überholten die Wiener mit einem glatten 4:1-Heimsieg über Rekordchampion KAC und sind nun Dritter. Tabellenführer bleibt nach der 24. Runde aber trotz einer 3:4-Heimniederlage gegen die Linzer, die ebenfalls an den Caps vorbeizogen, der HC Innsbruck.

In der Villacher Stadthalle sah es zunächst so aus, als ob die Gäste aus Wien mit ihrer Catenaccio-Taktik Erfolg haben sollten. Nachdem die Gastgeber vor 2.800 Zuschauern zwei Abschnitte lang gegen die sich im eigenen Drittel verschanzenden "Caps" optisch ohne durchschlagenden Erfolg dominiert hatten, nützte Bob Wren in der 47. Minute einen Konter zum 0:1. Doch Roland Kaspitz knackte in der 56. Minute im Powerplay dann doch den Wiener Abwehrriegel zum verdienten Ausgleich.

In der Schlussminute überschlugen sich die Ereignisse: Mickey Elick krönte sein Comeback nach fünf Spielen Pause wegen einer Beckenprellung 44 Sekunden vor der Schlusssirene mit einem weiteren Powerplay-Treffer zum 2:1 für den VSV. Danach setzten die Wiener alles auf eine Karte, nahmen ihren überragenden Goalie Walter Bartholomäus vom Feld und kassierten prompt 18 Sekunden vor dem Ende noch das 1:3 durch Dany Bousquet.

KAC zu zögerlich

In Salzburg konnte man von Beginn an sehen, dass die Red Bulls die 4:9-Schlappe bei den Vienna Capitals vom vergangenen Sonntag gutmachen wollten. Allerdings war bei Salzburg-Keeper Bjurling nach wie vor eine gewisse Verunsicherung zu erkennen. Die Gäste aus Klagenfurt prüften den Goalie aber wenig, agierten viel zu passiv und beschränkten sich aufs Abwarten, womit eine klare optische Überlegenheit der Hausherren zwingend war.

Die Kärntner, die ohne Foster, Lindner und Goalie Verner angereist waren, kamen letztlich durch Strobl (30./PP) nur zum Ehrentreffer, die Tore der Red Bulls erzielten Trattnig (10.), Kalt (35.), Martin Pewal (47.) und Marco Pewal (52.). Die Salzburger, bei denen Martin Ulrich (wegen einer Magenverstimmung) sowie Patrick Harand (Sperre) ausgefallen waren, untermauerten damit ein Mal mehr ihre Heimstärke, sie feierten im zehnten Spiel vor eigenem Publikum den neunten Sieg.

Winzig ganz groß

Vor 2.500 Besuchern in der Tiroler Wasserkraftarena begannen die Gäste aus Linz stark, mussten aber aus einem Konter das 0:1 durch Raimund Divis (13.) hinnehmen. Erst im zweiten Drittel erspielten auch die Oberösterreicher einen zählbaren Erfolg und glichen durch Kent Salfi (22.) aus. Sorokins, der dazu die Vorarbeit geleistet hatte, trat dann selbst als Torschütze in Erscheinung und brachte die Gäste erstmals in Front (36.). Die Antwort der Hausherren ließ in der Person von Goalgetter James Desmarais (37.) aber nur wenige Augenblicke auf sich warten.

Der Kanadier war es auch, der mit seinem zweiten Treffer (41.) nach 48 Sekunden im Schlussabschnitt die Innsbrucker wieder in Front brachte. Doch ein Doppelschlag durch Philipp Winzig (56./PP, 59.) brachte die Gäste auf die Siegerstraße, die sie bis zum Schlusspfiff nicht mehr verließen. (APA)

RESULTATE 24. Runde:

 

  • Red Bulls Salzburg - EC KAC 4:1 (1:0,1:1,2:0). Salzburg, 1.800 (Minus-Rekord), Wohlgenannt. Tore: Trattnig (10.), Kalt (35.), Martin Pewal (47.), Marco Pewal (52.) bzw. Strobl (30./PP). Strafminuten: 6 bzw. 8

 

 

  • EC Pasut VSV - EV Vienna Capitals 3:1 (0:0,0:0,3:1). Villacher Stadthalle, 2.800, SR Schimm/Erd/Hütter. Tore: Kaspitz (56./PP), Elick (60./PP), Bousquet (60./empty net) bzw. Wren (47.). Strafminuten: 10 bzw. 16.

 

 

  • HC TWK Innsbruck - EHC Liwest Linz 3:4 (1:0,1:2,1:2). Tiroler Wasserkraft-Arena, 2.500, SR Schimm/GER. Tore: Raimund Divis (13.), Desmarais (37., 41.) bzw. Salfi (22.), Sorokins (36.), Winzig (56./PP, 59.). Strafminuten: 16 bzw. 4 + 5 + Spieldauerdisziplinarstrafe Wiedmaier

 

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