"Sinnlose" Kontrolle in Traiskirchen

1. Dezember 2005, 12:03
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Gewerberechtliche Kontrolle der Bezirkshauptmannschaft wappnet sich wegen Überfüllung

Traiskirchen - In dem mit 1406 Insassen (so der Stand Dienstagfrüh) überfüllten Flüchtlingslager Traiskirchen wappnet man sich gegen eine gewerberechtliche Kontrolle durch die Bezirkshauptmannschaft Baden.

Konkret sei die "sinnlose" Überprüfung am Mittwochnachmittag zu erwarten, sagte Wilhelm Brunner, Sprecher der Firma European Homecare (EHC), die vom Innenministerium mit der Flüchtlingsbetreuung im Lager beauftragt ist. Die BH Baden wolle auf diese Art die Verlegung von Flüchtlingen erzwingen.

Brunner glaubte am Dienstag sogar zu wissen, was die Behörde bescheiden werde: "Die Beamten werden feststellen, dass die Betreuungsstelle überbelegt und dass die Privatsphäre stark eingeschränkt ist sowie dass der 60-Zentimeter-Bettabstand nicht lückenlos umgesetzt werden kann."

Dann werde die Behörde der Betreuerfirma "eine zusätzliche Auflage erteilen", die die Firma jedoch nicht werde umsetzen können: "EHC hat keinen Einfluss auf die Zahl der Zuweisungen. Wir werden den schwarzen Peter direkt an die Verantwortlichen für die Flüchtlingsunterbringung in den Ländern weiterleiten", betont der Firmensprecher. (bri/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 30.11.2005)

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