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Vor Industriellen in London sprach Blair von einem "fieberhaften Umdenken", das im Gange sei, weil sich die Welt verändert habe. Zum einen stiegen die Preise für Öl und Gas, zum anderen sei die Versorgung mit diesen Rohstoffen bedroht.
Detailplan bis Sommer
Aufstrebende Nationen wie China und Indien verbrauchten deutlich mehr Energie, die Lage in der Krisenregion Nahost sei instabil, ergo müsse man über Gegenentwürfe zur bisherigen Politik nachdenken. Bis kommenden Sommer will Blair ein neues Konzept vorlegen.
Doch kaum jemand hat noch Zweifel, dass Blair die Weichen bereits gestellt hat und auf neue Atomreaktoren setzt. Die Rechnung, wie er sie jetzt machte, lässt nur diesen Schluss zu. Wenn – bis auf eine Ausnahme – sämtliche Atommeiler der Insel in den nächsten 20 Jahren vom Netz gehen und zudem einige veraltete Kohlekraftwerke schließen, fehlt nach Blairs Angaben rund ein Drittel der heutigen Energieproduktion. Windräder, Wellen- und Gezeitenkraftwerke, Sonnenenergie und andere alternative Quellen reichten nicht, um die Lücke zu schließen.
Aus der Rhetorik folgt, dass die Downing Street Blaupausen, die seit Langem in den Schubladen liegen, demnächst wohl umsetzen wird. Geplant ist der Bau von mindestens zehn neuen Atomanlagen, zumeist dort, wo heute bereits Meiler älterer Generationen stehen. "Der Deal ist längst perfekt, Blair hat entschieden, der Rest sind Feigenblätter", meint Norman Baker, umweltpolitischer Sprecher der oppositionellen Liberaldemokraten, die sich gegen die Abkehr vom Atomausstieg stemmen.
Terrorziele
In den Reihen der regierenden Labour Party sind über vierzig Rebellen bereit, ihrem Parteichef im Atomstreit die Stirn zu bieten. Ihr Wortführer, Ex-Umweltminister Michael Meacher, zählt die Risiken einer nuklearen Renaissance auf: Kernkraftwerke, warnt er, könnten leicht Terrorziele werden. Die Lawine radioaktiven Mülls wäre kaum zu beherrschen und käme den Steuerzahler teuer zu stehen. Schon jetzt koste es gut 80 Mrd. Euro, um die Abfälle, die sich in fünf Jahrzehnten Atomstrom anhäuften, fachgerecht zu entsorgen.
Die Umweltgruppe "Friends of the Earth" zeichnet ihrerseits ein alarmierendes Szenario: Da die meisten britischen Reaktoren an der Küste liegen, drohen sie überflutet zu werden, falls der Meeresspiegel in Folge der globalen Erwärmung steigt. Ursprünglich wollte das Königreich bis 2023 etappenweise aus der Atomkraft aussteigen, eine Absicht, mit der Labour 1997 ins Amt gezogen war. Nur die modernste der 16 Nuklearanlagen, der Druckwasserreaktor Sizewell B an der Nordsee, sollte noch länger, bis 2035, Strom liefern.
Sonderaufschlag
Während heute noch rund ein Fünftel der britischen Energie nuklear erzeugt wird, sollte sich die Kurve allmählich der Null nähern. Nun ist es allen voran Blairs wissenschaftlicher Chefberater, der die alten Pläne zur Makulatur erklärt. Sir David King schwebt vor, den Anteil des Atomstroms auf 30 bis 35 Prozent der Gesamtbilanz zu steigern – "das wäre optimal", schrieb er in einem vertraulichen Papier, das der Sunday Times zugespielt wurde.
Die roten Zahlen, die Großbritanniens Atombranche traditionell schreibt, soll nach Kings Vorstellungen der Verbraucher ausgleichen. Demnach sollen die Kunden künftig stärker zur Kasse gebeten werden – durch einen Sonderaufschlag auf die Stromsteuer. (Frank Herrmann aus London, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 30.11.2005)
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Zwentendorf 2006 - Die Geschichte geht weiter ...
Kongress am Samstag, 3. Dezember 2006 im Naturhistorischem Museum von Greenpeace, Global 2000, WWF, Umweltdachverband, Agenda X u.v.a.
Infos und Anmeldung: www.zwentendorf2006.at
Super Leistung, in den fast 30 Jahren nach der Zwentendorf- Abstimmung trotz des super Kohlekraftwerkes Dürnrohr so wenig Ökostrom zu produzieren, dass "Atomstrom" importiert werden muss. Und dabei ist die ganze Parndorfer Platte mit Windrädern zugepflastert. Es gilt halt öfter mal "kein Wind - kein Strom". Interessant, dass die Öko- Lobby zwar den AKW eine nur 70%- Verfügbarkeit vorwirft aber eine 40%- Verfügbarkeit der Windkraftwerke und 20%- Verfügbarkeit der Solarkraftwerke nicht einmal erwähnenswert findet.
..... denn abgesehen von allen - absolut berechtigten - Sicherheitsbedenken: Die Uranvorräte dieses Planeten reichen gerade noch mal so ein paar Jahrzehnte, dann ist da auch Ende der Fahnenstange, es sei denn, man wollte die Brütertechnologie wiederbeleben, und das wäre nun wirklich kollektiver Selbstmod a la carte.
Bruder Blair scheint wirklich einen heftigen Pecker zu haben.
Sellafield ist übrigens ein Euphemismus: Das Ding heißt realiter Windscale, flog mal fast in die Luft und wurde aus public-relations-Gründen danach umbenannt.
http://www.nucleartourist.com/events/windscal.htm
Blair is a bLiar, that's what he is. And a poodle too .....
Ganz so einfach ist es leider nicht mit dem Uran:
In Deutschland hat man schon einem Thoriumreaktor bebaut nur ist der halt nie in Betrieb gegangen. Thorium kommt in der Natur haufiger vor als Uran -> an Brennstoff wirds den künftigen Reaktoren nicht so bald mangeln.
Die Zukunft wird aber so ausschauen:
Es wird Länder geben die keine Atomkraftwerke haben und die importieren Atomstrom dann von Ländern die welchen haben.
Italien hat zwar noch eigene AKW's aber die kaufen jetzt schon kräftig in Frankreich ein und da ist der Atomstromanteil ~70%.
... ein bisserl seltsam, die sauberste, billigste und sicherste Energie!
www.graviflight.de
www.orgonise-africa.net
für Bastler !
Einiges hab' ich schon ausprobiert *vergnügt grins*
"Schon jetzt koste es gut 80 Mrd. Euro, um die Abfälle, die sich in fünf Jahrzehnten Atomstrom anhäuften, fachgerecht zu entsorgen"
nur die zeit kann den müll entsorgen.
mensch kann ihn nur lagern.
das allein kostet schon zuviel.
Die Lieferanten? Die verdienen an Kohlekraftwerken genauso gut. Die Stromkonzerne? vielleicht, aber die müssen sehr wohl auch die Lagerung und Entsorgung kalkulieren. Solange sie monopolistisch und staatlich sind, wird es dabei bleiben, Bei Konkurenz könnte sogar der Stromkunde profitieren, je nach funktionierender Marktwirtschaft - je liberaler desto mehr.
Also - wer sind die - privaten - Atomkonzerne, die 'abkassieren'?
bz. könne Sie mir eine Firma nennen, die Ihrer Meinung zur Atom-Lobby gehört und sich Kyoto von so Regierungen wie Österreich etc.bestellen würde?
Verfolgungswahn? Früher waren's die Juden, jetzt ist es halt die Atomlobby - wer immer das eigentlich ist.
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