Suche nach dem Oberhaupt

4. Dezember 2005, 17:38
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Austria für Mattersburg-Obmann Martin Pucher als Liga-Präsident - Auch Quehenberger, Streicher und Vranitzky stehen im Raum

Wien - Dass Markus Kraetschmer unterbeschäftigt wäre, kann niemand behaupten. Derzeit ist der krisengeeichte Manager der Austria wieder besonders gefordert. So empfängt er am 9. Dezember, dem Tag vor seinem 34. Geburtstag, erste Spieler, deren Verträge im Sommer auslaufen. Das ist insofern problematisch, als noch nicht klar ist, wie sich die letzten eineinhalb Jahre der Ära Frank Stronach bei den Veilchen gestalten sollen. "Darüber wird mit Magna intensiv verhandelt." Dass Stronach den bis Juni 2007 laufenden Betriebsführungsvertrag gleich ausbezahlt, käme nicht in Frage. "Gib uns die Millionen und lass uns in Ruhe, wird es sicher nicht heißen."

Verhandeln, schweigen

Mit der Suche nach neuen Sponsoren ist Kraetschmer nicht betraut. Den Auftritt von Pierre Lopper im ORF - der Sohn des ehemaligen Austria-Sekretärs Norbert Lopper präsentierte die Absichtserklärung einer Firma - bezeichnet er aber als „unglücklich gelaufen. Pierre Lopper ist wie Robert Leither Konsulent in Sachen Sponsorensuche.“ Verhandlungen im Namen des Klubs seien ihnen erlaubt, mehr nicht. Kraetschmer hält es im übrigen mit Christoph Daum: „Erst wenn die Tinte unter einem Vertrag trocken ist, wird er präsentiert.“

Austria für Pucher

Als Stronach-Nachfolger in der Liga hält Kraetschmer "persönlich Martin Pucher für sehr geeignet. Da spreche ich auch für den Verein." Und er spricht für Stronach. Geht’s nach der Austria, soll Mattersburg-Obmann Pucher am Freitag dauerhaft zum Präsidenten bestellt werden. Einen Liga-Boss, der nicht aus den Reihen der Klubchefs kommt, will man bei der Austria nicht. Ein immerhin ehemaliger Präsident scheint dem Amt nicht abgeneigt. "Ich wäre ein Feigling, wenn ich nicht zumindest darüber reden würde", sagt Rudolf Quehenberger, Ex-Präsident von Salzburg und einst auch Vize von Stronach. Er glaubt aber nicht, "dass die Liga an mich herantreten wird. Rudolf Streicher oder Franz Vranitzky klingt besser als Quehenberger." (Sigi Lützow, DER STANDARD Printausgabe 30. November 2005)

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    Pucher hat gute Karten.

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