Gulet Touristik blickt auf kein erfreuliches Jahr zurück

8. Dezember 2005, 17:44
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Der österreichische Reiseveranstalter konnte 2005 den Umsatz um 0,5 Prozent steigern, musste aber ein Minus von 2,4 Prozent bei den Teilnehmern hinnehmen

Wien - Gulet Touristik, der nach eigenen Angaben größte Reiseveranstalter Österreichs, konnte 2005 den Umsatz minimal um 0,5 Prozent stiegern, musste aber ein Minus von 2,4 Prozent bei den Teilnehmern hinnehmen.

2005 sei man "mit einem blauen Auge davon gekommen", die Ergebnisse seien stabil, erklärte Mathias Steinberg, Leiter des Marken Management bei Gulet Touristik. Prokurist Uwe Schmidt meinte gar: "Gulet blickt auf kein erfreuliches Jahr 2005 zurück." Für das Jahr 2006 herrscht beim Türkeispezialisten gedämpfter Optimismus, hieß es heute, Dienstag, vor Journalisten in Wien.

Für das heurige Jahr rechnet der Touristiker insgesamt mit 405.000 bis 410.000 Teilnehmern. Durch den Tsunami, aber vor allem durch Anschläge in den Zieldestinationen Türkei und Ägypten wurde die Entwicklung für 2005 nachhaltig gedämpft, so Steinberg. Die Prognosen für 2006 fallen dementsprechend vorsichtig aus. Man wolle an die Zahlen von 2005 anknüpfen, erklärte er. Weitere Angaben zu Umsatz- und Buchungszahlen wurden nicht gemacht. Neben Qualitätsmanagement und guten Sicherheitsstandards gelte es nun, sich auf die Kerngruppen und den "Special Interest"-Bereich zu konzentrieren.

Neuer Zielgruppenkatalog

Für den Sommer 2006 präsentiert sich Gulet mit neuen Zielgruppenkatalogen für Individualreisende und Golfer und will mit Bonuspreisen, Treue- und Frühbucherrabatten den Reisemarkt bearbeiten. Mit "attraktiven und aggressiven Katalogpreisen" will man laut eigenen Angaben seine Marktführerschaft von 45 Prozent bei "all inclusive"-Reisen in Österreich behaupten. Treueboni für die "Spitzendestination Türkei" und die Preiskategorie "Economy Zimmer", die mittlerweile bis zu 30 Prozent aller Hotels führen, sollen Preissteigerungen - bedingt durch Kerosinzuschläge - für den Kunden abfedern. Dennoch weisen fast alle Destinationen Preiserhöhungen von bis zu 3 Prozent auf, wobei das angeschlagene Reiseland Ägypten sich mit nur einem Prozent Preissteigerung im unteren Segment bewegt.

Mit sieben Länderkatalogen für die Mittelstrecke, einem für die 19 Fernreiseziele, den Themenkatalogen und mit der Marke "Magic Life" sieht man sich für das Jahr 2006 gut aufgestellt, hieß es weiter.

Gulet Touristik gehört zu 75 Prozent der TUI, die restlichen 25 Prozent der Anteile gehören der Austrian-Airlines-Gruppe.(APA)

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    2005 sei man "mit einem blauen Auge davon gekommen", heißt es beim Reiseveranstalter.

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