"Pille danach" soll rezeptfrei werden

2. Dezember 2005, 10:37
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Antrag des Pharmaunternehmens wird von zuständiger Kommission behandelt

Wien - Das "Pille danach" soll rezeptfrei werden. Ein entsprechender Antrag des Unternehmens Gerot Pharmazeutika für das Produkt "Vikela" wird kommenden Donnerstag von der Rezeptpflichtkommission behandelt.

"Vikela" mit dem Hormon Levonorgestrel wurde im Jahr 2000 in Österreich zugelassen. Wird es binnen 72 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr eingenommen, verhindert es das Einnisten der befruchteten Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut.

Antrag ruhend gestellt

Bereits im Jahr 2002 habe die Rezeptpflichtkommission einen Antrag behandelt, "Vikela" von der Rezeptpflicht zu befreien, sagte Robert Schlögel vom Gesundheitsministerium. Zu einer offiziellen Ablehnung kam es damals nicht, das Pharmaunternehmen stellte den Antrag nämlich ruhend.

Die Rezeptpflichtkommission tritt für gewöhnlich zwei bis drei Mal im Jahr zusammen. Ihr gehören sieben externe Experten sowie Beamte des Gesundheitsministeriums an. Ob es am Donnerstag zu einer Entscheidung über "Vikela" kommt, ist noch nicht klar. Die Kommission hat nämlich die Möglichkeit, noch Gutachten einzuholen. (APA)

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