Wiglaf Droste für seine sprachliche Virtuosität ausgezeichnet

7. Dezember 2005, 17:14
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Verleihung des Droste-Hülshoff-Literaturpreises

Münster- Der Schriftsteller und Satiriker Wiglaf Droste ("Titanic") hat den Westfälischen Droste-Hülshoff-Literaturpreis 2005 erhalten. "Sein Werk zeugt von so hoher sprachlicher Virtuosität, dass sich der Vergleich mit den großen Vorbildern Tucholsky, Kästner und Heinrich Heine geradezu aufdrängt", sagte Wolfgang Schäfer, Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe am Dienstag bei der Preisverleihung im Museum für Westfälische Literatur in Oelde. Der mit 12.800 Euro dotierte Preis ist nach der Dichterin Annette von Droste Hülshoff benannt, mit der Droste nicht verwandt ist.

Droste habe seine Vorgänger nicht kopiert, sondern einen eigenen, unverwechselbaren Ton gefunden, befand die Jury. Seine kompromisslosen, häufig im zynischen Gestus vorgetragenen Satiren und Glossen seien sprachliche Kabinettstückchen von hohem literarischen Rang. Wenn es darum gehe, einen Text so treffend wie nur möglich zu formulieren, dann sei Droste rücksichtslos - und dafür sei er ihm als Leser und Zuhörer dankbar, sagte WDR-Kulturredakteur David Eisermann in seiner Laudatio. (APA/dpa)

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