Brüssel verlangt bessere Koordinierung gegen Epidemien

16. Dezember 2005, 16:21
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Ergebnisse zu EU-Übung für Grippe-Pandemie erst im Februar - EU probte in der Vorwoche "worst case"-Szenario

Die EU will sich besser auf mögliche Epidemien vorbereiten. Die EU-Kommission drängte am Dienstag auf eine bessere Koordinierung der EU-Staaten zur Bereitschaftsplanung für eine Grippepandemie oder grenzüberschreitende Krisenfälle wie ein Ausbruch der atypischen Lungenentzündung SARS oder eines Bioterrorismus-Angriffs.

Ergebnisse erst im Februar

Die Ergebnisse einer zweitägigen EU-Übung, in welcher der Ausbruch einer Grippe-Pandemie in Europa simuliert wurde, werden allerdings erst im Februar vorliegen. Dies kündigte EU-Gesundheitskommissar Markos Kyprianou am Dienstag in Brüssel an. Kyprianou weigerte sich am Dienstag, Resultate vor der Presse bekannt zu geben. Bereits am 9. Dezember will der Kommissar allerdings erste vorläufige Schlussfolgerungen beim nächsten Treffen der Gesundheitsminister ziehen.

"worst case"-Szenario geprobt

Bei der Übung am vergangenen Mittwoch und Donnerstag sei ein "worst case"-Szenario geprobt worden, sagte Kyprianou. Die Annahme sei der Ausbruch einer Grippe-Pandemie in Europa nach dem Auftreten der Epidemie in Asien gewesen. Nach dem "möglichst realistischen" Übungsszenario sei nicht ausreichend Impfstoff vorhanden gewesen und die vorhandenen Medikamente hätten schwere Nebenwirkungen verursacht. Außerdem seien Probleme bei der politischen Entscheidungsfindung simuliert worden. "Man hat die europäische Dimension und den Mehrwert gesehen", sagte Kyprianou. (APA)

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