"Die Technik ist weiblich"

29. November 2005, 14:42
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Schritt zur weiteren Förderung von Mädchen in technischen Berufen: Gender Mainstreaming-Projekt an der Fachhochschule fh-campus wien gestartet

Wie können Mädchen und junge Frauen für Ausbildungen in technischen Bereichen begeistert werden? Dieser Frage gingen über 70 TeilnehmerInnen am 22. November im Rahmen des Kick-offs "Die Technik ist weiblich" an der Fachhochschule fh-campus wien nach. Impulsreferate, Workshops und eine abschließenden Podiumsdiskussion überzeugten von der Notwendigkeit einer gendersensiblen Pädagogik.


Wien - "Die Technik ist weiblich": Mit diesem mutigen Slogan ging die Fachhochschule fh-campus wien am 22. November an den Start, um in Zukunft mehr Frauen für technische Studien zu begeistern.

Zwei Seiten profitieren

Susanne Brandsteidl, amtsführende Präsidentin des Stadtschulrates für Wien, eröffnete den Kick-off: "Veranstaltungen dieser Art sind ein wichtiger Schritt zur weiteren Förderung von Mädchen in technischen Berufen. Durch diese Kooperation von Fachhochschule und Schulen bekommen die LehrerInnen zusätzliche Tools vermittelt, um Schülerinnen die 'Chancen der Technik' aufzuzeigen und sie gezielt zu diesem Ausbildungs- und Berufsweg zu motivieren."

Aber auch die Wirtschaft profitiert von einem höherem Frauenanteil in der Technik, denn "52 Prozent der Brainpower wird von Frauen eingebracht und diese Ressource soll und muss verstärkt genutzt und integriert werden", betont Gender Mainstraming- und Diversity-Management Beauftragte Ulrike Alker, M.A., an der Fachhochschule fh-campus wien.

Essentieller Schritt

Mehr Frauen in der Technik bedeutet bessere Berufschancen, höhere Einkommen und damit eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie höhere Wiedereinstiegschancen. Alker: "Je früher Mädchen für Technik sensibilisiert werden, desto selbstverständlicher wird für sie und die Gesellschaft ihr Zugang zu technischen Berufsfeldern." Auch im Sinne von Gender Mainstreaming, der Gleichstellung von Frauen und Männern in allen Lebensbereichen, ist es essentiell, Frauen in technische Bereiche verstärkt zu integrieren.

Ziel des Gender Mainstreaming-Projektes an der Fachhochschule fh-campus wien ist es, SchülerInnen auf ihrem Werdegang zu begleiten, sie bei ihrer Berufsentscheidung zu unterstützen und sie mit Studierenden und AbsolventInnen technischer Studiengänge zu vernetzen. "Einzigartig daran ist der Fokus auf weiterführende Bildung. Das bedeutet, AHS und BHS kooperieren mit einer universitären Einrichtung", so Alker. Die Vernetzung der im Projekt involvierten Frauen reicht von Schülerinnen und Schülern der 4. Klasse AHS bis zu den Absolventinnen der Fachhochschule fh-campus wien.

Weil es Spaß macht

Das große Ziel ist es, Frauen in der Technik zu etablieren und somit über Vorbildfrauen in nicht traditionellen Berufen zu verfügen. Ein Beispiel einer erfolgreichen Frau in einem technischen Beruf ist TechWoman-of-the-Year 2005 Diin Beate Guschal von General Motors Powertrain GmbH – Austria GmbH. Guschal erklärte am Kick-off "Die Technik ist weiblich" der Fachhochschule fh-campus wien, warum sie sich die Technik "antut": "Ganz einfach, weil es Spaß macht." (red)

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Mehr Informationen zu "Die Technik ist weiblich" auf den Seiten der Fachhochschule fh-campus wien
  • Podiumsdiskussion im Rahmen des Kick-Offs mit Eva Linsinger (Der Standard), Ulrike Alker (Gender Mainstraming- und Diversity-Management Beauftragte), Rotraud A. Perner (Leiterin des Instituts für Stressprophylaxe & Salutogonese) und Gabriele Zuna-Kratky (Direktorin Technisches Museum Wien).
    foto: petra spiola
    Podiumsdiskussion im Rahmen des Kick-Offs mit Eva Linsinger (Der Standard), Ulrike Alker (Gender Mainstraming- und Diversity-Management Beauftragte), Rotraud A. Perner (Leiterin des Instituts für Stressprophylaxe & Salutogonese) und Gabriele Zuna-Kratky (Direktorin Technisches Museum Wien).
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