Preise für MigrantInnen-Literatur

29. November 2005, 14:19
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Hauptpreis von "Schreiben zwischen den Kulturen" geht an Sohn Young

Wien - Die aus Südkorea stammende Autorin Sohn Young erhält für ihren Text "Leimkind" den diesjährigen Hauptpreis (3.000 Euro) des vom "Verein Exil, Zentrum für interkulturelle Kunst, Kultur und Antirassismusarbeit" ausgeschriebenen Literaturpreises "Schreiben zwischen den Kulturen". Die Verleihung findet am Freitagabend (2.12.) im Wiener Amerlinghaus statt, teilte der Verein mit.

Insgesamt werden Preisgelder in Höhe von 11.000 Euro vergeben. Weitere Auszeichnungen (für Autoren und Autorinnen mit Deutsch als Erstsprache, für Texte von Teams und Schulklassen und Autoren unter 20 Jahren) gehen an Seher Cakir, Nives Bilajac, Suleman Ibrahim, Petra Lehmkuhl, Cornelia Travnicek sowie Barbara Waringer und Bernhard Neufingerl. Sohn Young ist nicht nur Autorin, sondern auch Musikerin und bildende Künstlerin. Anlässlich der Preisverleihung stellt sie im Amerlinghaus auch ihre großformatigen Wandteppiche aus.

Lesung am 14. Dezember

Außerdem wird im Rahmen der Preisverleihung die Anthologie "wortbrücken" der Edition Exil präsentiert, in der die prämierten Texte veröffentlicht werden. Am 14. Dezember (20:00 Uhr) findet im Amerlinghaus eine Lesung der Preisträger und der Jurymitglieder (Alma Hadzibeganovic, Fritz Widhalm, Karin Cerny) statt.

Der seit 1997 vergebene Literaturpreis "Schreiben zwischen den Kulturen" dient der Förderung der Literatur von MigrantInnen und Angehörigen ethnischer Minderheiten in Österreich. Heute bekannte Autoren und Autorinnen wie Dimitré Dinev, Alma Hadzibeganovic, Denis Mikan, Anna Kim und Julya Rabinowich sind dabei entdeckt worden und haben in der Edition Exil zum ersten Mal veröffentlicht. (APA)

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