Fast alle Aufsteiger offen

30. November 2005, 23:04
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Nur Pogatetz mit Boro, GAK-Bezwinger RC Straßburg und Olympique Marseille fix im Sechzehntelfinale

Wien - 2004 haben Austria Magna und Liebherr GAK im internationalen Fußball-Geschäft "überwintert" und auch diesmal wird der UEFA-Cup mit österreichischem Anstrich ins Neue Jahr rutschen. Denn der Steirer Emanuel Pogatetz hat mit dem FC Middlesbrough, der am Mittwoch in der vierten Runde der Gruppen-Phase spielfrei ist, im Pool H den Aufstieg ins Sechzehntelfinale bereits fix in der Tasche. Auch schon aller Sorgen ledig sind am Donnerstag GAK-Bezwinger RC Straßburg (E) und Olympique Marseille (F).

Die ersten Drei der acht Gruppen und die acht Pool-Dritten der Champions League, die ebenfalls nächste Woche für heuer ihre Rollbalken schließt, spielen ab Februar (15./16. bzw. 23.) im KO-System bis zum Endspiel in Eindhoven (10. Mai) weiter. Das Gedränge um die im UEFA-Cup noch offenen 21 Startplätze ist groß. Besonders im Pool C, wo mit Steaua Bukarest, Sampdoria Genua, RC Lens und Hertha BSC gleich vier Klubs gleichauf (je vier Zähler) liegen. Nur das punktelose Schlusslicht Halmstad BK ist aus dem Rennen.

Von diesem Quartett mit Chancen sind diesmal die Franzosen spielfrei, Steaua hat im vierten und vorletzten Durchgang der Gruppen-Phase Halmstad, Sampdoria die Berliner zu Gast. Die Rumänen, deren ukrainischer Feldherr Oleg Pratassow seiner Truppe gute Form bescheinigt, sind auch ohne ihren blessierten Striker Daniel Oprita Favorit, die Deutschen müssen auf Dick van Burik (Abwehr) und Pal Dardai (Mittelfeld) verzichten. "Wir haben zwar zwei schwere Spiele vor uns, aber noch alle Möglichkeiten", sagt Hertha-Trainer Falko Götz.

Wie Pogatetz am Mittwoch sind ist auch dessen Landsleute Martin Stranzl mit VfB Stuttgart (G/Zweiter) und Thomas Prager mit SC Heerenveen (F/Vierter) am Donnerstag nur Zuschauer, weil ebenfalls spielfrei. Dafür befinden sich zwei rot-weiß-rote Schiedsrichter im Einsatz. Der Salzburger Bernhard Brugger leitet am Mittwoch im Pool D die Partie Litex Lowetsch gegen AZ Alkmaar in Bulgarien und sein Wiener Kollege Fritz Stuchlik fungiert 24 Stunden später als Referee des Gruppe-F-Spiel Dinamo Bukarest - ZSKA Moskau.

Der Titelverteidiger, der derzeit zwei Punkte hinter Olympique Marseille Tabellenzweiter ist, möchte schon vor dem Gruppen-"Finale" in der nächsten Woche alles klar machen. "Wir fahren nach Rumänien, um den Verbleib im Bewerb zu sichern", tönt ZSKA-Mittelfeldspieler Juri Zirkow. Die Gäste wollen das erfolgreichste Fußball-Jahr ihrer Klubgeschichte (erster russischer Europacup-Gewinner und nationaler Meistertitel) auch erfolgreich abschließen.

Andere Vereine mit erfolgreicher Vergangenheit stehen hingegen schon mehr oder weniger unter Erfolgsdruck. AS Monaco (Vierter in Gruppe A) in Prag gegen Slavia oder Roter Stern Belgrad (ohne Zähler Letzter in E) zu Hause gegen AS Roma müssen unbedingt gewinnen, um ihre kleinen Hoffnungen am Leben zu erhalten. Für den ukrainischen Vertreter Dnjepr Dnjepropetrowsk, der in der vorigen Saison Austria die einzige Niederlage zufügte, geht im Pool D mit null Zählern aus drei Spielen gar nichts mehr.

Stichwort Austria und Österreich: Die Norweger von Viking Stavanger (Dritter in A), die Austria heuer eliminierten, befinden sich vor ihrer Auswärtspartie gegen CSKA Sofia noch voll im Rennen. Im Pool B könnte sich Lokomotive Moskau, der gegen Rapid in der Champions League-Qualifikation der Dampf ausging, mit einem Sieg in Israel gegen Maccabi Petah Tikvar den Aufstieg sichern.(APA)

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