Italienischer Minister fordert chemische Kastration für Sextäter

30. November 2005, 09:20
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Nach mehreren Vergewaltigungen

Nachdem in den vergangenen Tagen die Vergewaltigung mehrerer junger Frauen für Schlagzeilen gesorgt hat, forderte der italienische Reformenminister Roberto Calderoli nun eine zwangsweise Hormonbehandlung für Sexualtäter. "Bei so furchtbaren Delikten wie sexueller Gewalt glaube ich, dass es notwendig ist, wie in anderen Ländern die Strafe der chemischen Kastration einzuführen", sagte Calderoli.

In den vergangenen Monaten hatte der Politiker der rechtspopulistischen Lega Nord auch die chemische Kastration für Pädophile verlangt. Er halte diesen Eingriff für geeignet, "denn obwohl er reversibel ist, versetzt er diese Bestien immerhin in einen Zustand, in dem sie keinen Schaden mehr anrichten können", fügte Calderoli hinzu. Bei Sexualdelikten heiße die Parole ab sofort: "Null Toleranz".

Bei der medikamentösen Form der Kastration werden die männlichen Sexualhormone blockiert oder ihre Produktion unterdrückt. Die Behandlung ist in der Regel reversibel. (aPA)

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