Neues Dienstrecht bringt Änderungen für Kleinschulen

22. März 2006, 12:28
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Ein Direktor für zwei Schulen möglich - An zwei Schulen tätige Klassenlehrer müssen länger als die bisher vorgesehenen drei Kilometer fahren

Änderungen vor allem für Kleinschulen bringt eine Novelle des Landeslehrer-Dienstrechts.

So darf ein Direktor unter bestimmten Voraussetzungen mit der Leitung einer weiteren Schule betraut werden, außerdem dürfen an Berufsschulen künftig auch Vertragslehrer (und nicht mehr nur pragmatisierte Pädagogen) Direktor werden. Ein Volksschul-Klassenlehrer wiederum muss - wenn er auch an einer anderen Schule unterrichtet - weiter als wie bisher maximal drei Kilometer zu seinem zweiten Dienstort fahren.

Zumutbarkeit

Bisher waren die Volksschul-Klassenlehrer durch eine Drei-Kilometer-Grenze für die Entfernung zwischen Stammschule und zweitem Einsatzort "geschützt". Künftig müssen sie auch weiter fahren, "wenn die Zurücklegung der Wegstrecke zwischen den für die gleichzeitige Verwendung vorgesehenen Schulen zumutbar ist". Laut den Erläuterungen zur Regierungsvorlage wird jedenfalls eine Strecke "von bis zu zehn Kilometern im Regelfall nicht als unzumutbar anzusehen sein".

Nach Ansicht des Vorsitzenden der Pflichtschullehrer-Gewerkschaft, Walter Riegler, dürften aber nicht allzu viele Pädagogen von dieser Regelung betroffen sein: Im Regelfall würden die Klassenlehrer an einer Schule ihre komplette Lehrverpflichtung erfüllen, so Riegler gegenüber der APA. Ausnahmen gebe es nur an kleinen Standorten. (APA)

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