Bremen mit Rekordumsatz, Hertha drücken Schulden

10. Dezember 2005, 18:25
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Werder mit 5,8 Millionen Euro Gewinn fast auf Augenhöhe mit den Bayern - Berliner arbeiten an Finanzkonzept

Bremen - Werder Bremen hat das Geschäftsjahr 2004/2005 mit einem Rekordumsatz abgeschlossen. Der vierfache deutsche Fußball-Meister setzte insgesamt 70 Millionen Euro um, verbuchte einen ausgewiesenen Gewinn nach Steuern von 5,8 Millionen Euro.

"Das sind die höchsten Einnahmen, die je in der 106-jährigen Werder-Geschichte erreicht wurden", sagte der Vorstandschef Jürgen L. Born auf der Generalversammlung des Vereins am Montagabend mit Stolz. Rekordmeister Bayern München hatte seinen Gewinn nach Steuern auf der Generalversammlung Mitte November mit 6,6 Millionen Euro bei einem Gesamtumsatz von 189,5 Millionen angegeben.

"Steiniger Weg" für Hertha

Weniger gute Nachrichten kommen aus Berlin. Dort kämpf Hertha BSC mit 35 Millionen Euro Verbindlichkeiten, 17,7 Mio. davon sind kurzfristige Schulden sind. "Ja, Hertha hat einen Finanzbedarf", sagte Finanzgeschäftsführer Ingo Schiller auf der Vollversammlung am Montag. Und Manager Dieter Hoeneß fügte hinzu: "Wir sind auf einem steinigen Weg, aber es wird ein erfolgreicher Weg sein." Der Verein habe viele Investitionen bereits für die Zukunft geleistet, in fünf Jahren allein 20 Millionen in die Nachwuchsarbeit gesteckt.

In den nächsten Wochen soll ein "tragfähiges Finanzkonzept" vorgelegt werden. Verhandlungen mit einem neuen Trikotsponsor, mit einem möglichen strategischen Partner und über eine langfristige Umschuldung laufen. Am Montag hatte Trainer Falko Götz, dessen Truppe am Mittwoch im UEFA-Cup auswärts gegen Sampdoria Genua antritt, seinen Vertrag mit Hertha bis 2008 verlängert. (APA/dpa)

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