TU Graz strukturiert ihre Forschungsagenden neu

6. Dezember 2005, 18:24
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Neue Servicestelle "Forschung & Technologie-Haus" für Forschung, Forschungsverwertung und Wissenstransfer

Graz - Für die bessere Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft setzt die Technische Universität Graz dieser Tage einen wichtigen Meilenstein: Im so genannten "Forschung & Technologie-Haus" (F&T-Haus) finden künftig sowohl Forscher als auch Vertreter der Wirtschaft und Industrie alle Informationen und Hilfe, wenn es um Kooperationen, Technologietransfer oder auch Patentanmeldungen und Forschungsmanagement geht.

"In der Zeit der globalen Märkte ist Innovation ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Dies macht die Kooperation zwischen Universitäten und Unternehmen für den Bildungsstandort Österreich so wichtig", so Wolfgang von der Linden, Vizerektor für Forschung und Technologie, der die neue Servicestelle ins Leben gerufen hat. Sie soll einerseits Forschern Unterstützung bei der Teilnahme im internationalen Wettbewerb und administrative Hilfe bei Patentanmeldungen bieten und gleichzeitig externen Interessenten - speziell auch Klein- und Mittelbetrieben - Information über die Leistungen der TU bereitstellen. Morgen, Mittwoch, wird im Rahmen der Eröffnung das volles Leistungsspektrum präsentiert.

Getragen wird das "F&T Haus" von drei Einheiten: Den neuen Einheiten "Technologietransfer" und "Forschungsmanagement" sowie der "Technologieverwertung". Die "Technologieverwertung" hat sich die Bearbeitung von u.a. Erfindungsmeldungen, Patentierungen und Lizenzierungen gesetzt. Seitdem die Einheit vor rund einem Jahr ihren Betrieb aufgenommen hat und die Forscher der TU aktiv auf Verwertungsmöglichkeiten angesprochen wurden, habe sich die Patentzahl von jährlich bisher rund zehn auf 30 Patente erhöht, so von der Linden. Mittelfristig peilt man 50 Patente jährlich an. Die Einnahmen aus erfolgreichen Erfindungen werden zu gleichen Teilen auf Erfinder, an das Institut zur vorrangigen Nutzung und die TUG Graz verteilt.

Förderungen für 'unbeschwertes' Forschen

In der Einheit "Forschungsmanagement" können sich die Forscher Hilfe zum Anzapfen diverser Fördertöpfe holen. Alleine im 7. EU Rahmenprogramm würden an die 75 Mrd. Euro zur Forschungsförderung zur Verfügung stehen: "Wir wollen unsere Forscher unterstützen wo es geht, damit sie losgelöst vom administrativen Ballast ihrer eigentlichen Arbeit - der Forschung - nachgehen können", so der Vizerektor.

Die Einheit "Technologietransfer ging aus der ehemaligen "Forschungs- und Technologieinformation" hervor: Potenzielle Partner aus Industrie und Wirtschaft sollen darüber informiert werden, wer über welche Expertise verfügt und entsprechende Kontakte herstellen. Mittelfristig will man von hier aus strategische Partnerschaften entwickeln. "Wir denken an fünf bis sieben Schwerpunktbereiche mit jeweils ein bis zwei Partnern, die dann für diese Bereiche auch maßgeblich mitreden können, wie die Forschung und Lehre in diesen Exzellenzfeldern aussehen soll", so von der Linden. (APA)

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