Nahrungs- und Genussmittelindustrie - Konflikt um Angestellten-KV

8. Dezember 2005, 18:41
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Betriebsräte gegen Arbeitgeberangebot: Flexibilisierung der Arbeitszeit würde Einkommensverlust bedeuten

Wien - Bei einer Konferenz in Wien protestierten am gestrigen Montag etwa 100 Betriebsräte gegen ein ihren Angaben nach "unzumutbares Angebot" der Arbeitgeber bei den aktuellen Kollektivvertragsverhandlungen für ca. 3.000 Angestellte in der Nahrungs- und Genussmittelindustrie, heißt es in einer GPA-Aussendung. Die Arbeitgeberseite versuche, die Gehaltserhöhung mit einer Flexibilisierung der Arbeitszeit zu verbinden, die letztendlich einen erheblichen Einkommensverlust für die Betroffenen bedeuten würde, so die GPA am Dienstag.

"Die unfaire Art und Weise, wie die Arbeitgeber den Abschluss mit einer Flexibilisierung der Arbeitszeit zu verbinden versuchen, ist für die Angestellten inakzeptabel. Die Arbeitgeber und insbesondere ihre Vertreter im Verhandlungskomitee riskieren damit eine Gefährdung der qualitativ hochwertigen österreichischen Nahrungsmittelproduktion durch Demotivation der qualifizierten und bis jetzt noch motivierten Mitarbeiter", so der Verhandlungsführer der GPA, Wirtschaftsbereichsvorsitzender Erich Neumärker.

Die Betriebsräte haben auf der Konferenz eine intensive Informationskampagne in den Betrieben beschlossen. "Sollte es beim nächsten Verhandlungstermin am 5. Dezember zu keinem Ergebnis kommen, so werden wir den Protest öffentlich durch Kundgebung vor ausgewählten Unternehmen und dem Fachverband der Nahrungsmittelindustrie zum Ausdruck bringen", so Neumärker abschließend. (APA)

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