s Immo schließt Zeichnungsfrist vorzeitig

29. November 2005, 17:14
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Überzeichnung - Immo-Vermögen soll bis 2009 vervierfacht werden

Wien - Die Sparkassen Immobilien AG, die sich derzeit an der Börse rund 106 Mio. Euro frisches Geld für weitere Akquisitionen im In- und Ausland holt, hat die Angebotsfrist für die Kapitalerhöhung wegen Überzeichnung per heute, Dienstag, 10 Uhr vorzeitig geschlossen. Die Bezugsfrist werde jedoch nicht vorzeitig beendet, Bezugsrechte könnten daher noch bis heute, Dienstag, Nachmittag um 15 Uhr ausgeübt werden, teilte die s Immo am Vormittag mit.

Wie berichtet erhöht die s Immo das Grundkapital um bis zu 12,529.680 Stück junge Aktien. Die neuen Papiere sollen ab 5. Dezember im standard market auction notieren. Zuletzt notierten die s-Immo-Aktien mit 8,50 Euro, woraus sich ein Bruttoerlös von 106,5 Mio. Euro errechnet.

Als Bezugsverhältnis wurde 8:3 festgelegt. Als Höchstpreis sind 8,70 Euro je Aktie vorgesehen, wobei der endgültige Bezugs- und Angebotspreis voraussichtlich am 30. November festgelegt und am 1. Dezember veröffentlicht werden soll, hieß es zu Beginn des Angebots.

Die zur Erste-Bank-Gruppe zählende s Immo AG steigerte in den ersten drei Quartalen 2005 ihre Umsatzerlöse um 21 Prozent auf 31,4 Mio. Euro und das Betriebsergebnis EBIT um 48 Prozent auf 15,3 Mio. Euro. Der Gewinn vor Steuern (EBT) stieg um knapp 50 Prozent auf 8,1 Mio Euro. Der Konzernperiodenüberschuss lag bei 5,7 (4,5) Mio. Euro.

Mit Akquisitionen in Österreich und Ungarn baute die s Immo das Immobilienvermögen im Berichtszeitraum auf 543,2 Mio. Euro aus, ein Plus von 33 Prozent. Die Gesamtnutzfläche stieg auf 490.155 m2. Derzeit prüfe die s Immo Akquisitionsobjekte in Slowenien, Rumänien, Bulgarien, Serbien-Montenegro und in der Ukraine, hatte es Anfang November geheißen. Weiters sei noch im 2005 eine Akquisition in einer deutschen Großstadt wie Berlin, München oder Hamburg geplant.

Nun kündigte s-Immo-Vorstand Ernst Vejdovszky, bis Mitte 2006 das Immo-Vermögen auf eine Mrd. Euro verdoppeln zu wollen. Bis 2009 solle es auf 2 Mrd. Euro anwachsen, sagte er vergangene Woche dem "WirtschaftsBlatt". Grund der Neuausrichtung: "Jetzt ist der beste Zeitpunkt, um in Europa zuzukaufen, die Preise sind günstig." (APA)

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