Palfinger: 14 Prozent EBIT-Marge auch 2006

8. Dezember 2005, 17:42
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Finanzvorstand sieht 2006 "vergleichbar gut" wie 2005

New York - 2006 soll für den börsenotierten Salzburger Kranhersteller ein "vergleichbar gutes Jahr werden wie 2005". Das erklärte Finanzvorstand (CFO) Eduard Schreiner am Montagnachmittag (Ortszeit) am Rande einer österreichischen Investorenkonferenz von Wiener Börse und Erste Bank in New York. 2006 sollte nicht schlechter ausfallen als das auslaufende Jahr, in dem neue Höchstwerte bei Gewinn und Umsatz, der erstmals auf 500 Mio. Euro steigen soll, erwartet werden.

Schreiner ist mit diesem Ausblick etwas vorsichtiger als Vorstandschef Wolfgang Anzengruber, der Mitte November für 2006 weitere Steigerungen bei Umsatz und Gewinn, wenn auch vielleicht nicht in derselben Dynamik, in Aussicht gestellt hatte. Ursprünglich war das Erreichen der Marke von 500 Mio. Euro erst für 2008 geplant, bis dahin will Palfinger nunmehr schon auf 700 Mio. Euro wachsen.

Konkrete EBIT-Schätzungen nennt das Unternehmen nicht. Es sei aber angestrebt, die überdurchschnittlich hohe EBIT-Marge auch 2006 auf einem Wert zwischen 13 und 14 Prozent - 13,7 Prozent nach drei Quartalen - zu halten. "Wir werden uns relativ zum Wettbewerb weiter verbessern", kündigte Schreiner an. Auch in den schlechtesten Jahren habe es der Kranhersteller immerhin noch auf 7 Prozent EBIT-Marge gebracht. Im hoch profitablen Kranbereich allein liegt die EBIT-Marge um 20,5 Prozent. Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) liegt bei 25,5 Prozent.

Investitionen in die Zukunft

Als "Investitionen in die Zukunft" versteht Palfinger seine Aktivitäten im - noch verlustbringenden - Bereich Hydrauliksysteme oder die eingeleitete Schaffung einer eigenen Vertriebsregion Asien. Derzeit erzielt Palfinger erst 2,5 Prozent seines Umsatzes in Asien, in Europa sind es 80 Prozent.

Palfinger ist Weltmarktführer in den Bereichen Lkw-Knickarmkran (30 Prozent Weltmarktanteil), bei Containerladesystemen (24 Prozent) und bei Eisenbahnsystemen, wo die Salzburger mit 50 bis 70 Prozent den Weltmarkt dominieren.

Wegen der Entwicklung des Euro zum Dollar versucht Palfinger, auch in den USA mehr eigene Wertschöpfung zu erreichen. Geprüft werde die Errichtung eines Werkes "auf der grünen Wiese" oder eine Akquisition, kündigte der Finanzvorstand an. In den USA erzielt Palfinger aktuell rund 8,5 Prozent seines Umsatzes, rund 40 Mio. Euro. Der Markt in Nordamerika verzeichne auf Grund der laufenden Substitution der bestehenden Hydraulikkräne durch Lkw-Knickarmkräne ein kräftiges Wachstum.

Die Palfinger-Aktie schloss am Montag an der Wiener Börse mit einem Kurs von 62,65 Euro, um 1,21 Prozent unter dem Freitagschluss von 62,50 Euro. (APA)

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