Verbund: Erhöhte Ergebnisprognose 2005

8. Dezember 2005, 17:42
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Verbund-Chef Pistauer sieht mögliche Einigung bei Stromlösung noch "offen"

New York - Die börsenotierte Verbundgesellschaft wird im laufenden Jahr 2005 voraussichtlich das beste Ergebnis ihrer Geschichte einfahren. Das Betriebsergebnis (EBIT) dürfte mindestens um 30 Prozent über dem Vorjahreswert (2004: 385,5 Mio. Euro) liegen, das Konzernergebnis (235,4 Mio. Euro) um 40 Prozent darüber, sagte der stellvertretende Generaldirektor und Finanzvorstand Michael Pistauer am Rande einer Investorenkonferenz in New York, bei der sich österreichische Börseunternehmen US-Investoren präsentierten.

Damit wurden die bisherigen Prognosen nach oben revidiert. Bei der Veröffentlichung der Ergebnisse für das dritte Quartal Ende Oktober war für beide Kennziffern noch ein Plus von 25 Prozent in Aussicht gestellt worden.

Erfolgreiche Restrukturierung

Die Ergebnissteigerungen seien nur zum geringen Teil - Pistauer sprach von 10 bis 20 Prozent - auf die Preiserhöhungen zurückzuführen. Der größte Teil der Verbesserungen sei in den unternommenen Restrukturierungen begründet. "Der Erfolg ist überwiegend hausgemacht", sagte der Vorstand.

Unter dem Strich seien die Preise jetzt wieder auf dem Niveau vor der Liberalisierung des Strommarktes, doch das Ergebnis sei fast drei Mal so hoch.

In Sachen Österreichische Stromlösung (ÖSL) ist Pistauer nicht so zuversichtlich wie EVN-Vorstand Burkhard Hofer, der in New York vor österreichischen Journalisten eine Einigung noch in diesem Jahr in Aussicht gestellt hatte. "Ich seh's noch offen", meinte Pistauer, der ansonsten zu dem Thema "weder negativ noch positiv" Stellung beziehen wollte. Eine Einigung noch in diesem Jahr will er zwar nicht ausschließen. Aber "manches Fundamentale" sei noch offen, auch wenn eine Reihe von offenen Punkten mittlerweile gelöst seien.

Das Problem bestehe darin, Bereiche aus sechs unterschiedlichen Unternehmen zusammenzuführen. Dabei hätten sich die Positionen der Unternehmen zueinander verschoben. Und auch der EU-Markt habe sich total anders entwickelt, so Pistauers Kurzanalyse.(APA)

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