Inhaftierter Terrorverdächtiger erhebt Missbrauchsvorwürfe

2. Dezember 2005, 20:54
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Marokkaner wurde kurz nach 11. September 2001 festgenommen

Detroit - Ein kurz nach dem 11. September 2001 in den USA inhaftierter Terrorverdächtiger hat Missbrauchsvorwürfe gegen mehrere Gefängnisaufseher erhoben. Während seiner dreijährigen Haft im Landkreis Wayne bei Detroit sei er misshandelt worden und habe 23 Stunden pro Tag in Isolationshaft verbracht, berichtete der gebürtige Marokkaner Karim Koubriti am Montag in einer eidesstattlichen Erklärung. Zudem sei er gezwungen worden, Schweinefleisch zu essen, was gegen die islamischen Religionsvorschriften verstößt.

In den vergangenen Monaten haben zahlreiche Terrorverdächtige Missbrauchsvorwürfe gegen Aufseher in US-Haftanstalten erhoben, dabei ging es jedoch meistens um Gefängnisse außerhalb der USA wie etwa das Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba.

Ein Sprecher des Sheriffs von Wayne County, wo Koubriti inhaftiert war, wies die Vorwürfe am Montag zurück. Koubriti war am 17. September 2001 festgenommen worden, sechs Tage nach den Terroranschlägen in New York und Washington. Im Jahr 2003 befand ihn ein Gericht der Beteiligung an einer terroristischen Verschwörung für schuldig. Das Urteil wurde jedoch annulliert, weil die Regierung der Verteidigung Dokumente vorenthalten hatte, die zur Entlastung Koubritis hätten beitragen können. (APA/AP)

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