Abgeordneter erhielt zwei Millionen Dollar von Rüstungsfirmen

2. Dezember 2005, 20:54
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Ex-Kampfpilot Randall Cunningham (Republikaner) gibt Rückzug aus der Politik bekannt

Washington - Ein langjähriger Abgeordneter der republikanischen Partei im US-Kongress hat die Annahme von Bestechungsgeldern in Höhe von umgerechnet knapp zwei Millionen Euro sowie Steuerbetrug zugegeben. In einer tränenreichen Erklärung gab Randall Cunningham (63) am Montag in San Diego (Kalifornien) zugleich seinen sofortigen Rückzug aus der Politik bekannt.

Bargeld, Teppichen, Antiquitäten...

Cunningham, einer der höchst dekorierten Kampfpiloten aus dem Vietnam-Krieg, hat nach Angaben der Staatsanwaltschaft als Mitglied des Haushaltsausschusses Einfluss auf die Vergabe von Rüstungsausgaben genommen. Im Gegenzug soll er von mehreren Rüstungsfirmen Bestechungsgelder in Form von Bargeld, Teppichen, Antiquitäten, Möbeln, Gebühren für einen Yacht-Club und Reisen bekommen haben. Andere Firmen hätten die Hypothek für eine Millionen Dollar teure Ranch oder aber die Anzahlung für eine Wohnung übernommen. Unter Tränen sagte Cunningham: "Ich weiß, ich werde meine Freiheit, meinen Ruf, meinen Besitz - und am wichtigsten - das Vertrauen meiner Freunde und Familie verlieren".

Der neue Bestechungsfall erhöht den Druck auf die Republikaner, da auch andere Abgeordnete sich wegen Verstößen gegen ethische Grundsätze verantworten müssen. (APA/dpa)

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