Steiermark: Farbwechsel an Spitze der Aufsichtsräte finalisiert

8. Dezember 2005, 18:37
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ÖVP stimmte bei Bestellungen für EStAG und Krankenanstalten Gesellschaft mit Zähneknirschen mit

Graz - Weitgehend nach dem alten Proporzprinzip sind am Montag die Aufsichtsgremien der landesnahen Unternehmen EStAG und KAGes (Krankenanstalten Gesellschaft) neu besetzt worden. Die ÖVP stimmte mit - wenn auch zähneknirschend, denn Landeshauptmannstellvertreter Hermann Schützenhöfer kritisierte neuerlich "Stil und Vorgangsweise" der SPÖ.

Bei der Landes-Energieholding EStAG wird Peter Schachner-Blazizek das Ruder vom zurückgetretenen Johannes Ditz übernehmen und gemeinsam mit Ex-Finanzminister Ferdinand Lacina und dem Rechtsanwalt Kurt Klein für die SPÖ im Kontrollgremium sitzen, in das die Sozialdemokraten drei, die ÖVP zwei, der französische Minderheitseigentümer EdF zwei und die Belegschaftsvertretung vier Mitglieder entsendet. Für die ÖVP bleibt Gottfried Maresch, quasi als kleine Abgeltung darf der von der ÖVP nominierte Steuerberater Josef Binder den AR-Vorsitz in der operativen EStAG-Tochter SSG (Steweag-Steg) übernehmen. Von einer unter Ditz angedachten schlankeren Struktur durch Verschränkung der Gremien von EStAG und SSG war nicht mehr die Rede.

In der KAGes wurde der von der SPÖ nominierte Salinen-Chef Thomas Joszeffi zum Vorsitzenden bestellt. Insgesamt steht es in diesem Kontrollgremium 5 zu 3 für die der SPÖ zugerechneten Aufsichtsräte.

Bereits in den ersten Sitzungen der neuen Landesregierung über die Bühne gegangen sind die Nominierungen des neuen geschäftsführenden Landesschulratspräsidenten Wolfgang Erlitz (S) sowie von Merkur-Generaldirektor (einem Ex-Kollegen von Voves) Alois Sundl zum ORF-Stiftungsrat - übrigens die einzige Bestellung gegen die ÖVP. (APA)

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