Wirbel um Verschiebung

5. Dezember 2005, 16:01
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Austria vs. GAK findet erst im März statt Jara fragt: "Warum nicht wie wir gegen Rapid im De­zember?" Austria-Mana­ger: "Für und Wider"

Wien - Austria Magna gegen Liebherr GAK, der abgesagte Schlager des vergangenen Fußball-Wochenendes, ist nach Abklärung aller terminlichen Möglichkeiten am Montag von der Bundesliga auf das Frühjahr 2006 verschoben worden. Die Partie zur 20. T-Mobile-Runde wird am 15. März (ab 19.30 Uhr) im Wiener Horr-Stadion nachgetragen. Die verkauften Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit.

Das Treffen des aktuellen ÖFB-Cupsiegers und ersten Verfolgers von Spitzenreiter Red Bull Salzburg mit dem Vizemeister und Tabellenvierten war am Samstag vom Salzburger Schiedsrichter Bernhard Brugger auf Grund der schlechten Platzverhältnisse in der Arena und der damit verbundenen Verletzungsgefahr der Spieler abgesagt worden.

Wegen des Wintereinbruchs in weiten Teilen Österreichs wird im Vorfeld der für Dienstag angesetzten 21. Runde in der Red Zac-Ersten Liga eine Vorkommissionierung der Plätze vorgenommen.

Kritik von Jara

Durch die Verlegung des Schlagers Austria gegen GAK auf März 2006 erhöhen sich die Chancen von Red Bull Salzburg, als Spitzenreiter der T-Mobile-Bundesliga zu überwintern. "Wir nehmen die Verschiebung zur Kenntnis, aber es könnte sich eine Verzerrung des Wettbewerbes ergeben, wenn sich die zwei Titelanwärter während der Winterpause verstärken", sagte Salzburg-Trainer Kurt Jara.

Der Tiroler fragt sich daher, warum die Rivalen im Kampf um die vorderen Tabellenplätze nicht nach der letzten Runde (8. Dezember/22. Runde) des Jahres spielen und die eine Partie am 11. Dezember (Sonntag) nachtragen. Auch die Festspielstädter treten wegen des Champions League-Engagements Rapids gegen Juventus Turin in der nächsten Woche zur Heimpartie gegen denb Meister erst am 10. Dezember an.

Konter der Austria

Die Austria konterte auf die Aussagen und die Überlegungen aus Salzburg prompt. "Es gibt immer Für und Wider, das haben Verschiebungen so an sich. Außerdem könnten wir über den Winter auch Spieler verlieren, die Salzburger vom GAK oder uns einen Akteur holen. Dass die Rapidler am 8. Dezember nicht spielen können, haben wir gewusst, als ihre Champions League-Teilnahme feststand", erklärte Austria-Manager Markus Kraetschmer.

In der zuständigen Bundesliga-Arbeitsgruppe hätte man sich seinerzeit im Sinne der Planungssicherheit darauf geeinigt, nach dem 8. Dezember mit einer einzigen Ausnahme keine Liga-Spiele mehr auszutragen, so der Wiener. Der neue Termin von Austria - GAK ist in Abstimmung mit der Liga, den TV-Partnern und den zwei involvierten Klubs zu Stande gekommen. Eine Verlegung ins Happel-Stadion mit Rasenheizung kam auch nicht in Frage. "Rapid spielt dort am 7. Dezember gegen Juve. Der Rasen wäre kein Problem gewesen, doch es gibt auch viele organisatorische Schwierigkeiten", so Kraetschmer. (APA)

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