EU-Präsidentschaft bringt Baustellen-Stopp

6. Dezember 2005, 11:14
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Vor allem in der Innenstadt, beim Messegelände und in Schönbrunn wird es im ersten Halbjahr 2006 ruhig

Wien - Ungewöhnlich ruhig wird es in Wien im ersten Halbjahr 2006 zugehen, zumindest was die Baustellen betrifft. Ursache dafür ist die österreichische EU-Präsidentschaft, die von Jänner bis Juni zu einem weitgehenden Baustopp führen wird. Vor allem die Innenstadt, der Bereich um die Messe Wien im Prater, das Schloss Schönbrunn sowie die Zufahrten zum Flughafen Schwechat werden betroffen sein.

Bei den Straßenbauten wird etwa die weitere Sanierung der Ringstraße bis in die zweite Jahreshälfte aufgeschoben, erklärte Planungs- und Verkehrsstadtrat Rudolf Schicker (S) am Montag in einer Pressekonferenz. Die alljährliche Reparatur von Belagschäden in den Fußgängerzonen samt dem üblichen Bauzaunslalom fällt 2006 überhaupt aus. "Die Innenstadt soll sich als Schmuckkästchen für die Teilnehmer der Veranstaltungen präsentieren", betonte der Stadtrat.

Abbau der Kräne noch vor Jahresende

Rund um die Tagungszentren in der Hofburg am Messegelände wird auch aus Sicherheitsgründen darauf geachtet, dass nicht gebaut wird und auch keine Pflastersteine oder Holzlatten herumliegen. Generell habe man darauf gedrängt, Hochbauvorhaben vor Jahresende abzuschließen und Kräne abzubauen, so Schicker. Alles könne man allerdings nicht verbieten. Bei Fassadensanierungen wird zumindest darauf geachtet, dass die Abdecknetze mit so genannten "Fassadenspiegelungen" versehen werden.

Ganz ohne Straßenbaustellen wird Wien jedoch auch im kommenden Jahr nicht auskommen. Gearbeitet wird etwa am Karlsplatz, der Stadlauer Straße und der Verlängerung der Nordbrücke. Je nach Baufortschritt soll nach Abschluss der U-Bahn-Bauarbeiten auch die Wiederinstandsetzung der Maria-Thereseien-Straße begonnen werden. Auf der Südost-Tangente (A23) sind Verbreiterungsarbeiten im Bereich der Hanson-Kurve geplant - als Vorbereitung für die Generalinstandsetzung, die allerdings erst im nächsten Jahrzehnt vorgenommen wird. (APA)

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    foto: derstandard.at
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