Laptops können auf Temperaturschwankungen empfindlich reagieren

9. Dezember 2005, 10:11
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Gefahr durch Wärmeausdehnung und Kondenswasser

Es muss nicht immer Stoß oder Fall sein, die einen Laptop außer Gefecht setzen - es genügen schon ein großer Temperaturunterschied und ein Besitzer, der nicht über die daraus resultierenden Gefahren Bescheid weiß. Das Datenrettungsteam von KUERT empfahl am Montag in einer Aussendung, mobile Rechner eine entsprechende Klimatisierung zu gönnen.

Differenz

Im Winter herrschen oft Unterschiede von 20 bis 25 Grad oder mehr zwischen Innen- und Außentemperatur. Die verschiedenen Komponenten elektronischer Geräte reagieren stark auf Temperaturunterschiede und Feuchtigkeit - und dies kann leicht Katastrophen auslösen.

Risikoreich

So sind speziell die hochpräzisen Komponenten wie die Schreib- und Leseköpfe in Hard Disks einem sehr hohen Risiko ausgesetzt. Diese arbeiten mit höchster Präzision und repräsentieren seit ihrer Erfindung die "Hochtechnologie der elektromechanischen Geräte. Wärmeausdehnung von einem Zehntel eines Millimeters sind bereits fatal: Der Kopf ist nicht exakt dort wo er sein soll und kann möglicherweise nicht die Daten lesen. Der Lesekopf kann sogar einen tiefen Kratzer auf der magnetischen Oberfläche der Disk oder der Lagerung in der Mitte des Datenträgers verursachen.

Auswirkungen

Vielleicht noch schwerwiegender kann sich Kondenswasser auswirken. Als Faustregel gilt: Man sollte zumindest eine Stunde pro zehn Grad Temperaturunterschied zum Aufwärmen des Gerätes rechnen. Und wer beim Hochfahren des Geräts ungewöhnliche Geräusche von der Festplatte hört oder keinen Zugriff auf die Daten hat, sollte den Rechner umgehend ausschalten und zu einem Spezialisten bringen. (APA)

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