Burma verlängert Hausarrest für Suu Kyi

3. Dezember 2005, 15:23
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Oppositionsführerin seit vergangenem Jahr erneut in Gefangenschaft - Friedensnobelpreisträger fordern Freilassung

Rangun - Burmas Militärregierung hat nach Angaben aus Regierungskreisen den Hausarrest der Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi um ein weiteres Jahr verlängert. Wie eine Quelle im Innenministerium am Sonntag mitteilte, verlasen Vertreter der Regierung eine entsprechende Erklärung in ihrem Haus in der Hauptstadt Rangun.

Eine Stellungnahme von Suu Kyis Nationale Liga für Demokratie (NLD) lag zunächst nicht vor. Die NLD war aus den Parlamentswahlen 1990 als klare Siegerin hervorgegangen. Die Militärregierung erkannte die Wahl jedoch nicht an.

Suu Kyi hat einen großen Teil der vergangenen Jahre unter Hausarrest verbracht. Sie wurde 1991 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Friedensnobelpreisträger fordern Freilassung

Indess haben zahlreiche Friedensnobelpreisträger in Rom die Freilassung von Suu Kyi gefordert. "Eine solche Protagonistin der Gewaltfreiheit und der Demokratie darf nicht zum Schweigen gebracht werden", hieß es in einer Erklärung der Gorbatschow-Stiftung zum Abschluss ihres diesjährigen Treffen in Rom.

Die burmesische Regierung müsse umgehend die "zivilen, menschlichen und politischen Rechte" der Politikerin und ihrer Anhänger wiederherstellen. "Das gebietet die Gerechtigkeit", hieß es. Der Stiftung des ehemaligen sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow gehören Friedensnobelpreisträger wie Lech Walesa, Frederik Willem De Klerk und Rigoberta Menchu an. (APA)

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