Tierquälerei: Restaurantbesitzer lässt Geparden-Kätzchen aufeinander los

28. November 2005, 16:04
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US-Soldaten setzten sich für misshandelte Geparden in Äthiopien ein - Zwei Jungtiere befreit

Addis Abeba - US-Soldaten haben sich in Äthiopien zweier junger Geparden angenommen, die zum Amüsement der Besucher in einem Restaurant einer abgelegenen Ortschaft gegeneinander kämpfen mussten. Die äthiopischen Behörden entsandten am Samstag einen Veterinär in das Dorf Gode, der die Soldaten bei der Beschlagnahme der drei Monate alten Tiere in dem Hotelrestaurant unterstützen sollte.

Die misshandelten Geparden würden nach einer medizinischen Behandlung in den kommenden Tagen von den US-Streitkräften nach Addis Abeba geflogen, erklärte ein Sprecher der äthiopischen Umweltbehörde. Dort sollen sie auf dem weitläufigen Anwesen des Palastes des früheren Kaisers Haile Selassie untergebracht werden, wo bereits mehrere abessinische Löwen leben.

Die Haltung wild lebender Tiere ist in Äthiopien verboten, Verstöße werden aber selten geahndet. Der 43-jährige Restaurantbesitzer erklärte, er habe die Jungtiere von Wilderern gekauft. Dem weiblichen Jungtier hätten die Wilderer ins Gesicht getreten, so dass es erblindete.

Der Gepard gehört zu den gefährdeten Tierarten. Seine Bestände sind von Wilderei und schrumpfendem Lebensraum bedroht. Die US-Soldaten halten sich im Rahmen der Terrorabwehr am Horn von Afrika in Äthiopien auf und sind auch mit humanitären Projekten befasst, die das Ansehen der USA unter der moslemischen Bevölkerung verbessern sollen. (APA/AP)

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