Hunderte fordern Ende der Diskriminierung

29. November 2005, 12:25
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Protestaktion in Paris nach wochenlangen Unruhen

Paris - Nach den Unruhen in zahlreichen Vorstädten haben am Samstag mehrere hundert Menschen ein Ende der Diskriminierung von Einwanderern in Frankreich gefordert. Bei einer Protestaktion auf der Place de La Republique schrieben sie Forderungen an die Regierung auf bunte Notizzettel: "Wohnungen für alle" lautete eine Botschaft, "Wir alle sind die Kinder von Einwanderern" eine andere.

Zu der Aktion hatte die Anti-Rassismus-Gruppe SOS-Racisme aufgerufen und Flugblätter mit dem Slogan "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit... Wirklichkeit!" verteilt. Die Regierung müsse die Ungleichbehandlung in Schulen und am Arbeitsplatz beenden und bessere Wohnmöglichkeiten für finanziell schlecht gestellte Minderheiten schaffen, forderte SOS-Racisme. Die Organisation ist in Österreich einer größeren Öffentlichkeit bekannt, seit sie im Jahr 2000 die diplomatischen Maßnahmen der 14 anderen EU-Staaten gegen die schwarz-blaue Bundesregierung massiv unterstützt hatte. (APA/AP)

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